Fifa-Präsidentschaft Niederländer tritt gegen Blatter an
Van Praag (l.), mit Ex-Nationaltrainer van Gaal: "Mache mir große Sorgen"
Foto: Bas Czerwinski/ dpaHamburg - Der Niederländer Michael van Praag fordert Amtsinhaber Joseph Blatter bei der Wahl des Fifa-Präsidenten heraus. Er werde dem Fußball-Weltverband am Dienstag die benötigten Unterstützungsschreiben von fünf Verbänden schicken, sagte der Präsident des niederländischen Verbands KNVB.
"Es ist allgemein bekannt, dass ich mir große Sorgen um die Fifa mache", sagte van Praag. Der 67-Jährige ist als Kritiker von Blatter bekannt. "Es ist höchste Zeit, dass die Organisation sich normalisiert und wieder völlig im Zeichen des Fußballs steht", sagte er. "Ich habe eine Zeit lang gehofft, dass ein glaubwürdiger Gegenkandidat kommen würde, aber das ist schlicht nicht passiert."
Bislang hatten Fifa-Vizepräsident Prinz Ali bin Al-Hussein aus Jordanien, der frühere Fifa-Funktionär Jérôme Champagne, Ex-Profi David Ginola und der niederländische Spielerberater Mino Raiola ihre Absicht zur Bewerbung erklärt. Potenzielle Anwärter auf das Amt des Weltverbandschefs müssen bis Donnerstag die Unterstützung von fünf Verbänden nachweisen, um zur Wahl am 29. Mai zugelassen zu werden.
Niersbach will Zwanziger-Nachfolger werden
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kandidiert wie erwartet als Uefa-Vertreter für einen Sitz im Fifa-Exekutivkomitee. Der europäische Verband bestätigte die Nominierung des 64-Jährigen. Niersbach soll beim Fifa-Kongress Ende Mai die Nachfolge von Theo Zwanziger antreten, der aus dem Gremium ausscheidet. Die Uefa-Delegierten sollen Niersbach im März in das Exekutivkomitee wählen.