Fifa-Präsident Blatter Geisterspiele "wie Stadtrundfahrt in der U-Bahn"
Fifa-Boss Blatter: Geisterspiele als "fragwürdiges Instrument"
Foto: EZEQUIEL BECERRA/ AFPHamburg - Joseph S. Blatter hat sich gegen Geisterspiele im Fußball ausgesprochen. In einem Beitrag für das Magazin "Fifa Weekly" bezeichnete der Präsident des Weltverbands Geisterspiele als Strafe für Zuschauerausschreitungen als "ein höchst fragwürdiges Instrument" und verglich Spiele ohne Fans mit einer "Stadtrundfahrt mit der U-Bahn".
Sie würden eine unverhältnismäßige Kollektivbestrafung darstellen. Schließlich würden auch die Fans jener Mannschaften ausgesperrt, die unschuldig seien, so der 78-Jährige: "Letztlich sind Geisterspiele eine Strafe gegen den Fußball, die weit übers Ziel hinausschießt."
Der Schweizer erklärte aber, dass es für die Fifa "höchste Priorität" habe, bei Publikumsausschreitungen mit Konsequenz durchzugreifen und harte Strafen zu verhängen.