Fifa: Sepp Blatter greift Uefa und Michel Platini an - DER SPIEGEL
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Fifa-Präsident Blatter greift Uefa und Platini an

Es knallt mal wieder zwischen Joseph Blatter und der Uefa: Der Boss des Fußball-Weltverbands wirft seinem europäischen Kollegen vor, seine Präsidentschaftskandidatur zu torpedieren.
Fifa-Boss Blatter: "Nicht den Mut"
Fifa-Boss Blatter: "Nicht den Mut"

Fifa-Boss Blatter: "Nicht den Mut"

Foto: Dmitry Lovetsky/ AP/dpa
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Hamburg - Fifa-Boss Joseph Blatter hat vier Monate vor der Präsidentschaftswahl den europäischen Fußballverband Uefa scharf attackiert: "Sie wollen mich loswerden. Die Opposition kommt, es ist schade das zu sagen, aus Nyon von der Uefa", sagte der 78 Jahre alte Schweizer in einem Interview des US-Senders CNN. Blatter warf der Uefa und dessen Präsident Michel Platini vor, "nicht den Mut zu haben", einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu nominieren.

Ein Sprecher der Uefa wollte laut CNN zunächst keinen Kommentar abgeben und verwies auf eine Erklärung Platinis nach der Sitzung des Exekutivkomitees an diesem Montag in Nyon.

Neben Amtsinhaber Blatter haben sein Vize Prinz Ali Bin Al Hussein, der frühere Fifa-Funktionär Jérôme Champagne und der ehemalige französische Nationalspieler David Ginola ihre Kandidaturen für die Wahl am 29. Mai angekündigt. Zuletzt hatte sich auch der niederländische Spielervermittler Mino Raiola ins Gespräch gebracht. Der Jordanier Hussein gilt als einziger ernsthafter Herausforderer von Blatter.

Bis zum Donnerstag muss jeder Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf der 209 Fifa-Mitgliedstaaten vorweisen. Blatter bekräftigte erneut, dass er eine weitere Amtszeit anstrebe und nicht freiwillig abtreten wolle. "Es ist nicht mein erster Kampf um die Präsidentschaft. Ich habe immer noch die Überzeugung und glaube an mich und an den Fußball", sagte der Schweizer.

Als Datum für die Veröffentlichung der Kandidatenliste bei der Wahl beim Kongress Ende Mai in Zürich nannte Blatter den 7. oder 8. Februar.

psk/dpa/sid