Korruptionsaffäre Fifa verschiebt Vergabe der WM 2026
Fifa-Generalsekretär Valcke: Weist Vorwürfe zurück
Foto: FABRICE COFFRINI/ AFPBei der Fifa läuft nichts mehr nach Plan: Nach der Rücktrittsankündigung von Präsident Joseph Blatter und der nötigen Neuwahl kippt nun auch der Prozess der WM-Vergabe 2026. Wie Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke bestätigte, wird sich der Ablauf wegen der Ermittlungen zu den Turnieren in Russland 2018 und Katar 2022 verzögern. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es Unsinn, mit dem Bieterverfahren zu beginnen, sagte Valcke.
Ursprünglich sollten die Fifa-Mitglieder am Donnerstag über den genauen Ablauf informiert werden. Außerdem war geplant, den Gastgeber der WM 2026 im Mai 2017 in Kuala Lumpur zu benennen.
In den vergangenen zwei Wochen hatte sich die Korruptionsaffäre der Fifa verschärft. Sieben Funktionäre wurden vor dem Kongress in Zürich festgenommen, Präsident Blatter wurde zwar wiedergewählt, kündigte allerdings knapp vier Tage später seinen Rücktritt an. Der Nachfolger soll laut BBC auf einem Sonderkongress am 16. Dezember gewählt werden.
Auch Valcke war im Zusammenhang mit einer Zehn-Millionen-Dollar-Zahlung von Südafrika an die Concacaf-Konföderation unter Druck geraten. Der Franzose wies dies zurück. Es gebe keinen Grund, ihn zu beschuldigen. "Ich bin transparent wie ich nur kann."
Zugleich haben er und Russlands Sportminister Witali Mutko Forderungen nach einer Neuvergabe der WM 2018 zurückgewiesen. "Bei der Wahl Russlands als Gastgeber wurden keine Regeln verletzt, alles entsprach den Vorschriften. Zu diesem Schluss ist auch eine Untersuchungskommission in ihrem Bericht gekommen", sagte Valcke. Auch Mutko bekräftigte, dass Russland "im Rahmen der Regeln" gehandelt habe. Er sehe die WM nicht in Gefahr.