Fifa verwarnt Uefa-Interimschef Ángel María Villar Llona - DER SPIEGEL
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Umstrittene WM-Vergaben Fifa verwarnt Uefa-Interimschef

Milde Strafe für Platinis Platzhalter: Die Fifa-Ethikkommission hat den Interimschef der Uefa verwarnt und mit einer Geldstrafe belegt. Hintergrund ist seine mangelnde Kooperation mit den Ermittlern im Zusammenhang mit den WM-Vergaben an Russland und Katar.
Llona (r.): Muss 25.000 Schweizer Franken Strafe zahlen
Llona (r.): Muss 25.000 Schweizer Franken Strafe zahlen

Llona (r.): Muss 25.000 Schweizer Franken Strafe zahlen

Foto: Philipp Schmidli/ Getty Images
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Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbands Fifa hat den geschäftsführenden Interimschef der Europäischen Fußball-Union (Uefa) verwarnt. Der spanische Verbandspräsident Ángel María Villar Llona (65), der die Aufgaben des suspendierten Michel Platini (60) kommissarisch übernommen hat, wurde zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Schweizer Franken (umgerechnet 23.167 Euro) belegt.

Dem Exekutivmitglied der Uefa und Fifa wird laut Mitteilung der Ethikkommission ein "Fehlverhalten" in Verbindung mit der Untersuchung der WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022) vorgeworfen. Er habe gegen Artikel 13 des Ethik-Codes (allgemeine Verhaltensregeln) verstoßen. In diesem sind unter anderem moralisch einwandfreies Verhalten sowie das Verbot des Amtsmissbrauches vorgeschrieben.

Um eine Sperre kam der Fifa-Vize, der in der Vergangenheit immer wieder im Dunstkreis von Korruptionsverdächtigungen aufgetaucht war, wohl nur herum, weil er sein Verhalten während der Ermittlungen veränderte. Villar Llona habe zunächst keine Aussage gemacht, später dann aber noch kooperiert, heißt es in der Begründung der Ethikkommission.

Für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen wurden dagegen Jean Guy Blaise Mayolas, Vizepräsident des Kongolesischen Verbandes Fecofoot, und dessen Generalsekretär Badji Mombo Wantete, weil sie gegen Artikel 20 des Ethik-Codes (Angebot oder die Annahme von Geschenken oder anderen Vorteilen) verstoßen hatten. Da beide aber bereits im Juni für 135 Tage provisorisch gesperrt worden waren, beläuft sich die restliche Sperre auf 45 Tage.

cte/dpa/sid

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