Finanzaffäre HSV begleicht Steuerschulden
Hamburg - Der HSV-Vorstandsvorsitzende Werner Hackmann gelobte Besserung. "Wir wissen jetzt, wie man damit umzugehen hat. Solche Fehler werden wir in Zukunft nicht mehr machen", versprach der ehemalige Hamburger Innensenator. Nach der Begleichung der Steuerschuld haben die HSV-Verantwortlichen keine weiteren straf- und zivilrechtlichen Schritte mehr zu befürchten. Die Staatsanwaltschaft Hamburg stellte die Ermittlungen ein.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem HSV vorgeworfen, in den Jahren von 1992 bis 1997 bei Transfers von sieben ausländischen Profis.Geld am Finanzamt vorbeigeschleust zu haben. So soll etwa der Schweizer Nationalspieler Stephane Henchoz eine Sonderprämie von 800.000 Mark erhalten haben, bei der es sich nach Auffassung der Finanzbehörden um eine verdeckte Lohnzahlung gehandelt habe.
Im Laufe der Ermittlungen hatten die Steuerfahnder die HSV-Geschäftsstelle im neuen Volksparkstadion und auch die Privatwohnungen von Hackmann, Teammanager Bernd Wehmeyer und Ex-Präsident Uwe Seeler durchsucht.
Noch vor wenigen Wochen hatte Hackmann, der Aufsichtsratsvorsitzender des neuen DFB-Liga-Verbandes werden will, die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als "unbegründet" bezeichnet und etwaige Mauscheleien des HSV ausgeschlossen.