Bayern-Star Ribéry "Der Rhythmus kommt wieder"
Franck Ribéry: Comeback nach zehn Wochen Pause
Foto: Oliver Hardt/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Franck Ribéry ist wieder da. Der Franzose feierte beim Vorbereitungsturnier in Hamburg nach überstandener Rückenverletzung, die ihn die WM-Teilnahme gekostet hatte, sein Comeback. Im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (7:6 n.E.) erzielte der 31-Jährige das zwischenzeitliche 2:0, ein typisches Ribéry-Tor. Nach 40 Minuten wurde der Bayern-Star ausgewechselt.
Frage: Ihr Trainer Josep Guardiola hatte angekündigt, Sie könnten eigentlich nur ein paar Minuten spielen. Sie sind überrascht, dass Sie jetzt fast eine Hälfte auf dem Platz standen?
Ribéry: Damit habe ich nicht gerechnet. Aber man hat gesehen, dass ich gut war. Und wenn ich auf dem Platz bin, dann bin ich glücklich. Natürlich bin ich noch nicht bei 100 Prozent. Dazu brauche ich noch ein paar Spiele.
Frage: Wie geht es Ihnen denn nach Ihrer Rückenverletzung?
Ribéry: Ich fühle mich sehr gut. Letzte Woche habe ich noch individuell mit Holger (Badstuber; Anm. d. Red.) gearbeitet, diese Woche schon mit der Mannschaft trainiert. Der Rhythmus kommt allmählich wieder.
Frage: Was haben Sie sich für die neue Saison vorgenommen?
Ribéry: Ich bin immer heiß. Vor zwei Jahren war ich topfit und richtig gut. Doch nach der Operation am Po habe ich meinen Rhythmus verloren. Wenn ich spiele, brauche ich aber Explosivität, Schnelligkeit für das eins gegen eins. Das hat mir gefehlt, jetzt ist es wieder gut.
Frage: Ist es ein großer Nachteil für die Bayern, dass viele WM-Teilnehmer im Training fehlen?
Ribéry: Natürlich. Aber wir haben viele junge Spieler dabei, für die das eine gute Chance ist. Aber wir sind Bayern - egal, wer auf dem Platz steht, wir gewinnen und verlieren zusammen. Aber wenn alle da sind, ist das besonders schön.
Frage: Wie schwer war es, die Weltmeisterschaft von zu Hause aus zu verfolgen?
Ribéry: Ich wollte auf jeden Fall dabei sein. Aber die Rückenverletzung war ein bisschen kompliziert, schon lange vor dem Pokal-Finale gegen Dortmund. Ich war nicht bei 100 Prozent, hatte Schmerzen. Dass ich bei der WM dann nicht dabei sein konnte, war sehr schade. Die Nationalmannschaft hat aber ein gutes Turnier gespielt.