Frauen-Fußball Russinnen von DFB-Damen überrollt
Erfurt - Deutschlands Fußballdamen sind der EM-Titelverteidigung ein Stück näher gekommen. Bei tropischen Temperaturen in Erfurt deklassierten sie die Nationalmannschaft Russlands mit 5:0 (1:0) und zogen damit vorzeitig in das Halbfinale ein. Bettina Wiegmann per Kopf (42.), Birgit Prinz (50.), Maren Meinert (69.) und Sandra Smisek (73./89.) schossen die Gastgeber vor 6249 Fans in Erfurt zum zweiten Vorrundensieg.
Nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Schweden genügt dem deutschen Team im abschließenden Vorrundenspiel der Heim-EM in Jena gegen England schon ein Remis zum Gruppensieg, selbst eine Niederlage würde dem Team des DFB Rang zwei nicht mehr nehmen. Im Halbfinale in Ulm (4. Juli) könnte der viermalige Europameister auf Italien oder Norwegen treffen.
"Wir haben den Gegner totgelaufen"
"Diese Abwehr mussten wir erstmal knacken. Das ist uns mit dem sehr wichtigen 1:0 vor der Pause gelungen, danach lief es wie am Schnürchen", erklärte Bundestrainerin Tina Theune-Meyer. Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit totgelaufen und nach der Pause den Lohn geerntet", so Torschützin Prinz. Bei Treibhaus-Temperaturen über 30 Grad starteten die nur auf einer Position gegenüber dem Schweden-Sieg veränderten Gastgeberinnen - Sandra Smisek ersetzte Pia Wunderlich - sofort einen Kombinationswirbel mit sehenswerten Spielzügen über die Flügel.
Bereits nach 15 Minuten hätte es 3:0 stehen müssen, allerdings vergaben Birgit Prinz (6.), Maren Meinert (7.) und Claudia Müller (14.) hochkarätige Chancen. Als die ideenlosen Russinnen das torlose Remis schon fast in die Pause "gemauert" hatten, köpfte Spielmacherin Bettina Wiegmann eine Ecke von Renate Lingor doch noch zur hochverdienten Halbzeitführung ins Netz.
Traumtor von Birgit Prinz
Fünf Minuten nach der Pause sorgte Birgit Prinz mit einem "Tor des Monats" für das Ausrufezeichen einer spielerisch starken Leistung: Von der linken Strafraumecke schlenzte sie den Ball über die russische Torhüterin Swetlana Petko in den rechten Winkel. Danach brachen bei den Russinnen, die sich keine einzige Torchance herausspielen konnten, alle Dämme und die deutschen Damen kombinierten sich mit sehenswerten Toren in die Herzen der Zuschauer.