Frauenfußball-WM Nullnummer gegen England
Shanghai - Titelverteidiger Deutschland kam in Shanghai gegen England nicht über 0:0 hinaus und benötigt nun im abschließenden Duell am Montag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Japan mindestens einen Punkt zum sicheren Weiterkommen.
Die deutschen Frauen waren von Beginn an deutlich mehr gefordert als beim mühelosen 11:0 gegen Argentinien. England überzeugte in der spannenden Partie durch eine kompakte Hintermannschaft und eine spielstarke Offensive, in der Starspielerin Kelly Smith als einzige echte Spitze agierte.
In der Viererkette der deutschen Abwehr ersetzte Annike Krahn vom FCR Duisburg die verletzte Sandra Minnert. Sie sorgte zudem per Kopf für die erste Chance des Spiels (5.). Auf der anderen Seite wurde es gefährlich, als Torfrau Nadine Angerer bei einer missglückten Abwehr per Kopf einen langen Ball unterlief, den sie gerade noch zur Ecke ablenken konnte.
Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz kam gegen Faye White und Anita Asante zunächst kaum zu Zuge. Auch ihrer Sturmkollegin Sandra Smisek boten sich kaum Möglichkeiten zum Abschluss. Erst kurz vor der Pause hätten Kerstin Garefrekes (43.) und Prinz aus spitzem Winkel (44.) die Führung erzielen können.
Im zweiten Abschnitt verlagerte sich das Spiel zunehmend in Englands Hälfte, doch große Chancen boten sich den Deutschen kaum. Fatmire Bajramaj ersetzte Melanie Behringer auf der linken Seite und sorgte bei ihrem WM-Debüt für einigen Schwung. Die beste Chance hatte dann aber wieder Deutschlands Rekord-Torschützin Prinz, die an Torfrau Rachel Brown scheiterte (73.). In der 82. Minute vergab auch Garefrekes gegen Brown.
Beide Teams hatten mit dem tiefen Boden in Shanghai zu kämpfen, denn vor dem Spiel und in der zweiten Hälfte regnete es stark.
all/sid