Freistoßspray in Bundesliga vor erstem Einsatz - DER SPIEGEL
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Ab dem Wochenende Schiri-Sahne erstmals in der Bundesliga

Im deutschen Profifußball wird ab diesem Wochenende gesprüht. Wenn ein Spieler die Freistoßlinie übertritt, soll er mit Gelb verwarnt werden. Nur für den Winter hat der Deutsche Fußball-Bund noch keine Lösung gefunden.
Freistoßspray im Einsatz: Ab dem Wochenende in der Bundesliga
Freistoßspray im Einsatz: Ab dem Wochenende in der Bundesliga

Freistoßspray im Einsatz: Ab dem Wochenende in der Bundesliga

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Hamburg - Der Siegeszug des Freistoßsprays durch die europäischen Fußballligen geht weiter: Ab dem Wochenende wird auch im deutschen Profifußball gesprüht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat 5000 Dosen im Gesamtwert von rund 50.000 Euro bestellt und sie bereits an die Schiedsrichter verteilt. Das Hilfsmittel soll ab sofort bei allen Partien der Bundesliga, der 2. Liga und der 3. Liga sowie im DFB-Pokal eingesetzt werden.

Zuvor hatte das bei der Weltmeisterschaft in Brasilien erprobte Spray bereits in England, Spanien und Frankreich Premiere gehabt. "Wenn eine Dose mal nicht funktioniert, wird das Spiel nicht abgebrochen. Aber es kann zur Beruhigung der Gemüter bei Freistoßsituationen in Strafraumnähe beitragen", sagte Lutz Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter des DFB.

Bis hierhin und nicht weiter - das Spray markiert den Abstand (9,15 Meter) zwischen Mauer und Freistoßpunkt. Wenn ein Spieler die Linie übertritt, soll er mit der Gelben Karte verwarnt werden. Bislang hatte der Unparteiische bei derartigen Verstößen einen gewissen Ermessensspielraum.

Schiedsrichter sehen Neuerung gelassen

"Wir in Deutschland hatten nicht das Problem bei der Mauerstellung, das war vielleicht in anderen Ländern der Fall", sagte Peter Gagelmann. Der Bremer Erstliga-Referee sieht die Neuerung gelassen. Das sei alles nicht so dramatisch und spektakulär, sagte Gagelmann.

Auf einem Lehrgang in der vergangenen Woche in Mainz wurden die Schiedsrichter im Umgang mit dem Spray geschult. Ernsthafte Probleme könnten im Winter auf die Schiedsrichter zukommen.

"Auf Schnee macht das weiße Spray wenig Sinn", sagte Fröhlich. "Und uns ist nicht bekannt, dass es das Spray schon in irgendeiner Farbkombination gibt." Wahrscheinlich werden die Referees bei Schnee auf die bisherige Regelung zurückgreifen - und Verstöße bei der Mauerbildung mittels Augenmaß feststellen.

rzi/dpa/sid