Frustrierter Klinsmann "Definitiv unbefriedigend"
Frage: Herr Klinsmann, der FC Bayern hat 3:1 gegen den VfL Bochum geführt und dann durch die zwei Gegentore in der Schlussphase nur ein 3:3 erreicht. Wie bewerten Sie das Spiel und die jüngsten Ergebnisse in der Bundesliga?
Klinsmann: Die Ergebnisse der letzten drei Bundesligaspiele sind aus unserer Sicht definitiv unbefriedigend. Gerade wenn man 3:1 führt und auch genug Chancen hat, noch zwei Tore mehr zu machen - dann gibt man so ein Spiel eigentlich nicht mehr aus der Hand. Aber es ist leider passiert, und das ist sehr sehr ärgerlich.
Frage: Was war mit der Mannschaft nach dem 3:1 los? Haben die Spieler abgeschaltet?
Klinsmann: Das Ding war eigentlich schon im Kasten. Vielleicht war sich die Mannschaft ihrer Sache einfach schon zu sicher. Jeder hat nur noch geschaut, dass wir das vierte Tor machen. Spätestens nach dem 3:2 muss man das Spiel aber sicher nach Hause bringen und nicht weiter nach vorne rennen. Ich hoffe, dass so etwas nicht mehr vorkommt, dass uns das ärgert, ist klar.
Frage: Im Stadion gab es nach dem Spiel Rufe "Klinsmann raus". Wie sehr schmerzen Sie persönlich solche Unmutsäußerungen?"
Klinsmann: Das tut natürlich ein bisschen weh. Weil die Ergebnisse in der Bundesliga nicht so sind, wie wir uns das alle erwarten und erhoffen, sind die Reaktionen der Fans aber natürlich auch verständlich.
Frage: Hätten Sie vielleicht auf die Auswechslung des zweifachen Torschützen Zé Roberto verzichten sollen? Er hat überragend gespielt, und als er in der 78. Minute vom Feld ging, kippte das Spiel.
Klinsmann: Ich denke, Zé Roberto hat sensationell gespielt. Aber sein Wechsel hat mit dem weiteren Spielverlauf nichts zu tun. Ich wollte Tim Borowski noch zum Zug kommen lassen, und taktisch haben wir ja nichts geändert.
Aufgezeichnet von Thomas Häberlein, sid