FSV-Manager Heidel "Da geht richtig die Post ab"
Mainzer Manager Heidel: "Uns ärgert jede Niederlage, egal gegen wen"
Foto: Thorsten Wagner/ Bongarts/Getty ImagesFrage: Was überwiegt nach der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund, Enttäuschung oder vielleicht sogar Erleichterung, dass Mainz nun nicht mehr der Gejagte ist?
Heidel: Wir haben uns ja nie als Gejagter empfunden. Das wäre für einen Club wie uns paradox. Wir nehmen die Situation stets wie sie kommt. Wir sind immer noch Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf Dortmund. Da gibt es überhaupt keinen Grund für Trübsal.
Frage: Hat Mainz von Dortmund die Grenzen aufgezeigt bekommen?
Heidel: Fakt ist: Der BVB war die klar bessere Mannschaft. Sie waren zumindest besser, als wir es an diesem Tag auf den Platz gebracht haben. Aber es ist ja nicht so, dass wir schlecht gespielt haben. Wenn der Elfmeter von Eugen Polanski reingegangen wäre, wären die Karten neu gemischt worden. Trotzdem erkennen wir die verdiente Niederlage an diesem Tag an.
Frage: Ist die Niederlage eher zu verschmerzen, weil man gegen den ehemaligen Trainer Jürgen Klopp verloren hat, der ja in Mainz noch immer große Sympathien genießt?
Heidel: Das ist Blödsinn. Uns ärgert jede Niederlage, egal gegen wen.
Frage: Ist Dortmund nun der Meisterschaftsfavorit?
Heidel: Der BVB war mit Abstand der reifste und beste Gegner. Die haben überragende Qualitäten. Da geht richtig die Post ab - und das sage ich nicht nur, weil Kloppo dort Trainer ist. Wenn Bayern München verkündet, den BVB noch einholen zu wollen, gehört schon eine gehörige Portion Optimismus dazu.
Frage: Wie geht es in Mainz weiter, ist der Höhenflug gestoppt?
Heidel: Die Frage wurde uns auch nach der Niederlage gegen den Hamburger SV gestellt, und dann haben wir bei Bayer Leverkusen gewonnen. Es gibt überhaupt keinen Grund, jetzt etwas in Frage zu stellen oder geknickt zu sein. Unser Trainer Thomas Tuchel wird die Mannschaft weiter hervorragend vorbereiten, dann werden wir am nächsten Wochenende beim SC Freiburg sehen, wie es weitergeht.