Bundesliga-Letzter Fürth trennt sich von Trainer Büskens
Trainer Büskens: In Fürth entlassen
Foto: Andreas Gebert/ dpaHamburg - Bundesliga-Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth hat sich von seinem Trainer Mike Büskens getrennt. Das bestätigte der Club auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Abend, nachdem bereits mehrere Zeitungen den Rauswurf vermeldet hatten. Kapitän Mergim Mavraj hatte zudem spox.com gesagt: "Wir wurden vom Verein unterrichtet, dass Mike Büskens von seinen Aufgaben entbunden wurde."
Verteidiger Thomas Kleine sagte dem "Kicker": "Eine Trainerentlassung ist immer eine traurige und schwierige Situation, besonders wenn man gemeinsame Erfolge gefeiert hat. Das müssen wir erstmal verarbeiten." Die Mannschaft war am Nachmittag über die Entscheidung informiert worden. Auch Co-Trainer Mirko Reichel wurde entlassen.
Wer am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Spiel gegen Bayer Leverkusen auf der Bank des Aufsteigers sitzen wird, steht noch nicht fest. Büskens war seit Dezember 2009 Trainer in Fürth und hatte den Verein im vergangenen Jahr erstmals in die Bundesliga geführt.
Präsident Hack hatte "einen Impuls" gefordert
Der Rauswurf von Büskens hatte sich angedeutet. Präsident Helmut Hack hatte am Mittwoch den "Nürnberger Nachrichten" gesagt: "Es geht um den Verein, nicht allein um den Trainer. Wir müssen uns mit allen Optionen beschäftigen." Zudem sprach Hack davon, dass der Club "einen Impuls" brauche, deutlicher kann man eine Trainerentlassung kaum ankündigen.
Der Tabellen-Letzte Fürth hat bisher nur zwei von 22 Saisonspielen gewonnen, zu Hause ist der Club noch ohne Sieg. Insgesamt holte der Verein lediglich zwölf Punkte, der Rückstand auf Relegationsplatz 16 beträgt vier Punkte, auf Rang 15 schon 14. Fürth hatte die vergangenen beiden Bundesliga-Partien gegen den VfL Wolfsburg (0:1) und Fortuna Düsseldorf (0:1) verloren.
Die Trennung von Büskens ist der vierte vorzeitige Trainerwechsel in der laufenden Bundesliga-Saison. Zuvor mussten Huub Stevens bei Schalke 04, Felix Magath beim VfL Wolfsburg und Markus Babbel bei 1899 Hoffenheim gehen.