Fußball Andreas Möller rechnet mit Skibbe ab
Frankfurt - Andreas Möller hat die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft rechtzeitig zur Fußball-EM aufgegeben. "Die Europameisterschaft wird ohne mich stattfinden - ganz klar", sagte der derzeit verletzte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der 32-Jährige kritisierte den Anfang Februar beim BVB entlassen Trainer Michael Skibbe und ließ seine Zukunft bei den Westfalen weiter offen.
"Teamchef Erich Ribbeck und Trainer Uli Stielike planen nicht mit mir, sie haben andere Vorstellungen", glaubt Möller zu wissen und gab seinem Ex-Trainer Skibbe eine Mitschuld am Scheitern seiner nicht mehr vorhandenen Perspektiven für Einsätze in der Nationalmannschaft. "Ich kann im Moment keine Ansprüche stellen, weil ich keinen geregelten Bundesliga-Ablauf hatte. Ich war länger verletzt. Und vor der Verletzung wusste ich doch selbst nicht, was ich bin. War ich Stürmer, war ich Mittelfeldspieler? Niemand wusste noch, wo man mich einordnen sollte in der Ära von Trainer Michael Skibbe in Dortmund", wetterte der 85fache Nationalspieler.
Über eine Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund über den 30. Juni hinaus wollte sich Möller nicht klar äußern. "Ich bin mir noch nicht schlüssig. Fakt ist, dass ich mich bei der Borussia sehr wohl fühle. Eine Voraussetzung ist aber auch, dass die Chemie in der Mannschaft und im ganzen Verein stimmt", so Möller. Er wolle in der kommenden Saison in einer "tollen Mannschaft" spielen und denke noch nicht an ein Ende seiner Karriere.
Bei der Borussia vermisse er die "Kameradschaft, den Zusammenhalt, die die Borussia ausgezeichnet haben beim Gewinn der Champions League und des Weltpokals 1997". Damals habe die Mannschaft nicht gezaubert, aber zusammengestanden: "Wir waren eine echt verschworene Truppe, und Trainer Ottmar Hitzfeld hatte alles im Griff."