Fußball-Bundesliga: Bremer Brillanz, Bayerns Krampf - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga Bremer Brillanz, Bayerns Krampf

Werder Bremen hat die Heimpleite in der Champions League gut weggesteckt und den VfL Bochum aus dem Weserstadion geschossen. Weniger durch Brillanz als durch Kampf überzeugte dagegen Tabellenführer Bayern München in Freiburg. Dortmund rehabilitierte sich für die Pleite des vergangenen Wochenendes - und Hertha beendete die Serie des HSV.
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Hamburg - Für Bremen trafen Valerien Ismael (45.), Frank Baumann (49.), Nelson Valdez (53.) und Johan Micoud (74.) zum 4:0 (1:0)-Endstand. Nach der Champions-League-Pleite am Dienstag gegen Olympique Lyon rehabilitierte sich der Deutsche Meister damit eindrucksvoll und bleibt im Meisterschaftsrennen. Für Bochum sieht es nach zuletzt nur einem Sieg aus acht Spielen weiter düster aus.

"Wir mussten diesmal viel Geduld beweisen. In der zweiten Halbzeit war es dann einfacher für uns, weil wir besser in die Spitze gespielt haben. Anders als gegen Lyon konnten wir wieder einmal beweisen, dass wir Tore schießen können", erklärte Werder-Coach Thomas Schaaf.

Bayern München überzeugte in Freiburg zwar nicht, gewann aber dank Sebastian Deisler (52.) und einer starken Leistung von Nationalkeeper Oliver Kahn mit 1:0 (0:0). Wie schon am vergangenen Wochenende legte der Rekordmeister im Duell mit Verfolger Schalke 04 damit einen Sieg vor. Deisler war zuletzt durch Bayern-Boss Franz Beckenbauer indirekt aufgefordert worden, sich einen neuen Verein zu suchen - und belehrte seinen Chef beim Abstiegskandidaten nun eines besseren.

"Ich bin froh, dass wir diese schwierige Partie gewonnen haben. Wir haben es Oliver Kahn zu verdanken, dass wir in der ersten Halbzeit nicht in Rückstand geraten sind. Uns bringt der Sieg weiter, auch wenn wir nicht gut gespielt haben", sagte Bayern-Trainer Felix Magath.

Freiburgs Coach Volker Finke trauerte den vergebenen Chancen in der ersten Hälfte nach: "Es ist schade, dass wir wieder mit leeren Händen da stehen. Die Mannschaft hat vor allem in der ersten Halbzeit sehr viel investiert, da wäre einer Führung okay gewesen. Nach dem Rückstand haben die Bayern dann ihre Cleverness ausgespielt."

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Rehabilitation gelang auch dem angeschlagenen Renommierclub Borussia Dortmund. Der finanziell gebeutelte BVB schlug den FSV Mainz 05 nach Toren von Ebi Smolarek (28.), Jan Koller (54.) und Lars Ricken (74.) mit 3:0 (1:0). Dortmund hatte vor einer Woche in München eine herbe 0:5-Klatsche kassiert.

In Berlin endete für Thomas Doll und den Hamburger SV die Serie von vier Siegen in Folge. Für die Herthaner, die zuletzt in Stuttgart einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen mussten, trafen beim 4:1 (3:0)-Erfolg Giuseppe Reina, zweimal Gilberto sowie Marcelinho. Sergej Barbarez sorgte für den einzigen Treffer des HSV - zuvor hatte der Stürmer einen Elfmeter verschossen.

HSV-Coach Doll sprach von einem "Seuchenspiel". Sein Team habe den Berlinern "großzügige Geschenke gemacht und Hertha beim 1:0 und 2:0 zum Torerfolg verholfen." Dennoch blickt der ehemalige Nationalspieler optimistisch auf das kommende Heimspiel gegen Bayer Leverkusen: "Wir werden eine Menge aus dem Spiel mitnehmen und in der kommenden Woche eine neue HSV-Mannschaft sehen", kündigte Doll an.

Arminia Bielefeld hat das Duell der Aufsteiger gewonnen und den 1. FC Nürnberg mit 3:1 (2:1) geschlagen. Delron Buckley und Nationalspieler Patrick Owomoyela brachten die Arminia in Führung, Toptorjäger Marek Mintal erzielte mit seinem 18. Saisontor den Anschlusstreffer für den "Club", bevor Roberto Pinto den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte.

"Wir streben jetzt 50 Punkte an, und es ist auch realistisch, dass wir da hinkommen", erklärte Bielefelds Trainer Uwe Rapolder angesichts von 32 Zählern auf dem Konto der Ostwestfalen und noch elf ausstehenden Spielen.

Mönchengladbach verpasste gegen Hansa Rostock die Gelegenheit, sich entscheidend von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Doch auch in Rostock regiert nach dem 0:0 der Frust: Das Team bleibt unter Trainer Jörg Berger ohne Sieg - und hat weiter neun Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsrang.

Der Rostocker Übungsleiter haderte nach dem Spiel mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes um Hermann Albrecht. "Ich habe keine Lust vom DFB oder DFL vorgeladen zu werden und das hat auch nichts mit einer Verschwörungstheorie zu tun. Ich spreche von zwei ganz klaren Situationen, bei denen ein Handspiel nicht gegeben wird. So etwas kann entscheidend sein und tut sehr weh", so Berger.

Kaiserslautern und Wolfsburg trennte sich ebenfalls 0:0. Ein Unentschieden, das keiner der beiden Mannschaften weiter hilft. Trainer Kurt Jara war richtig sauer auf sein Team. "Wenn man aus den eigenen Reihen hört, dass man in den Uefa-Cup will, dann muss man auch anders auftreten", haderte der Trainer des 1. FC Kaiserslautern mit der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft. Die Kritik des sonst eher gelassenen Österreichers galt in erster Linie Ciriaco Sforza, der vor dem Spiel das Erreichen des Uefa-Cups als Ziel ausgegeben hatte.

Der 23. Spieltag wird heute (ab 17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) mit den Partien Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart sowie Schalke 04 gegen Hannover 96 abgeschlossen.

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