Bundesliga-Prognose Du machst es nur zweimal, Dortmund
Hamburg - Am Freitag geht sie los, die 50. Bundesliga-Saison. Ein goldenes Jubiläum also, aber wird es wieder eine schwarz-gelbe Spielzeit? Oder doch eine rot-weiß-blaue? Vielleicht gar eine königsblaue?
Der Meister wird wohl auch 2013 erst im Mai feststehen, Europapokal-Teilnehmer und Absteiger ebenso. Aber schon jetzt ist sie da, diese Vorfreude. Ein bisschen ist es wie zu Schulzeiten: Die langen Ferien sind vorbei, und man sieht sie alle wieder, die alten Bekannten.
Und jedes Jahr war mindestens ein Mitschüler dabei, der das neue Gesprächsthema war. Sei es der Computer-Nerd, der plötzlich alle anderen in der Klasse um einen Kopf überragte und auch noch die coolste Frisur hatte. Oder die Tochter vom Lateinlehrer, früher blass, still und in Micky-Maus-Pullover, kommt sie diesmal geschminkt und braungebrannt aus dem Urlaub wieder.
Und jetzt also die Bundesliga, erster Schul-, äh, Spieltag. Dass auch Tim Wiese braungebrannt sein wird, ist zu erwarten. Wer oder was aber hat das Zeug zur Überraschung? Welches Team spielt unerwartet oben mit, welche vermeintlich starke Mannschaft rutscht in den Abstiegskampf?
Fußball-Bundesliga: BVB und Bayern olé, Aufsteiger ade
Wie schon vor der vergangenen Saison ist wohl ein Zweikampf um den Titel zu erwarten. Doppelmeister Borussia Dortmund hat zwar Shinji Kagawa abgegeben, dafür aber in Marco Reus den Spieler des Jahres aus Mönchengladbach geholt. Jürgen Klopp scheint sich mit seiner Art in Dortmund immer noch nicht abgenutzt zu haben, mit dem BVB ist also wieder zu rechnen. Die Bayern haben gut eingekauft, der Rekordtransfer von Javier Martínez ist auch noch möglich. BVB vs. FCB - Klappe, die dritte.
Wer aber kann noch an der Spitze mithalten? Schalke ohne Raúl? Leverkusen ohne Ballack? Gladbach ohne Reus, dafür mit Zugängen im Wert von 30 Millionen Euro? So ziemlich alles wurde zuletzt Werder Bremen zugetraut: Von Spitzenplätzen bis zum Abstiegskampf. Auch in Wolfsburg, Hoffenheim und Stuttgart sind die Erwartungen groß, in Hamburg hingegen eher die Ängste - es droht eine weitere Saison am Rande des Abgrunds.
SPIEGEL ONLINE hat die Stärken und Schwächen der Vereine überprüft und wagt eine Prognose für die Bundesligasaison 2012/2013: So schneiden die Clubs ab.
Der Kampf um den Titel
Das beste Kollektiv. Überragendes Spiel gegen den Ball. Überfallartige Konter. Wird Ihnen schon langweilig? Können wir gut verstehen, man hat das schließlich alles schon in den vergangenen zwei Jahren über Borussia Dortmund gelesen. Und dennoch: Es spricht nichts dafür, dass die Qualitäten des Double-Gewinners in der kommenden Saison zu dramatisch weniger reichen sollten als zuletzt.
Die teils überragend agierende Meister-Mannschaft blieb bis auf Shinji Kagawa und Lucas Barrios zusammen, in Marco Reus kommt eines der vielseitigsten Talente, die der deutsche Fußball seit langem hatte. Neben dem erstarkten Jakub Blaszczykowski und seinem Pendant auf der linken Seite, Ivan Perisic, verspricht zudem Jungstar Mario Götze, der nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit ist, eine abermalige Qualitätssteigerung.
Besser als in der Vorsaison (81 Punkte) kann es allerdings kaum werden. Hinzu kommt die Champions League: Sollte Dortmund diesmal die Vorrunde überstehen, wird Trainer Jürgen Klopp angesichts der Flut an Pflichtspielen rotieren müssen. Das hat bisher noch nicht funktioniert. Bundesliga-Partien mit angezogener Handbremse statt mit "Vollgas" (Klopp) zu gewinnen, muss der BVB noch lernen.
Der FC Bayern auf großer Shopping-Tour
Die Dortmunder Konkurrenz im Süden war ob der Dominanz der Borussia richtig sauer. Triple-Vize-Gewinner Bayern München hat nach der bitteren Vorsaison also getan, was ein gereizter Abo-Titelträger in solchen Situationen eben tun muss: shoppen, shoppen, shoppen. Xherdan Shaqiri, Claudio Pizarro, Mario Mandzukic und Dante geben dem Kader nun endlich die nötige Tiefe. Ob sie ihn auch verbessern, müssen sie noch zeigen.
Für Javier Martínez gilt das nicht. Der Transfer des defensiven Mittelfeldspielers lässt jedoch auf sich warten, derzeit hakt es. Der 23-Jährige von Athletic Bilbao wäre den Münchnern jedenfalls 40 Millionen Euro wert. Martínez wäre wohl auch wegen der immensen Ablösesumme sofort gesetzt. Der Spanier soll dem zuletzt tempoarmen und statischen Spiel der Bayern neuen Schub geben. Es scheint, als habe der Rekordmeister die richtigen Schlüsse aus den vergangenen beiden Jahren gezogen.
Über allem steht der neue Sportdirektor Matthias Sammer, der von der Jugend bis zu den Profis alle und alles auf Erfolg trimmen soll. Eines ist schon nach wenigen Wochen erkennbar: Das mediale Getöse zieht der ehemalige Profi von Borussia Dortmund bereits voll und ganz auf sich. Gelänge es so, auch nur etwas Druck von der Mannschaft zu nehmen, wären alle zufrieden. Beim BVB funktioniert das mit Jürgen Klopp schließlich auch ganz gut.
Leverkusen legt in der Abwehr nach
Etwas im Schatten der beiden ganz Großen hat sich der FC Schalke 04 in der vergangenen Saison zu einer richtig guten Mannschaft entwickelt. Diese wurde um Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) und Roman Neustädter (Borussia Mönchengladbach) sinnvoll und günstig verstärkt, weil beide Spieler keine Ablösesummen gekostet haben.
Die Schwachstellen liegen in der Defensive. In Timo Hildebrand, Lars Unnerstall und Ralf Fährmann haben die Königsblauen gleich drei Keeper mit dem Anspruch auf die Nummer eins, aber keinen unumstrittenen. Und mit der personell nicht veränderten Abwehr kassierte man in der vergangenen Saison 44 Gegentore. Zu viel, um auf mehr zu schielen als Rang drei.
Leno? Renato Augusto? Lars Bender? André Schürrle? Sidney Sam? Stefan Kießling? Es ist nicht so, dass Bayer Leverkusen im vergangenen Jahr ein Qualitätsproblem gehabt hätte. Das Trainer-Duo Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski führte eine nach der erfolglosen Dutt-Ära verunsicherte Elf noch auf Rang fünf. Jetzt gab es noch Philipp Wollscheid (Abwehr), Daniel Carvajal (Abwehr) und Junior Fernandes (Sturm) obendrauf. Nach dem Ende von Dutt und dem Dauerthema Michael Ballack gibt es für den hochkarätigen Kader nun keine Ausreden mehr.
Prognose: Es kommt so, wie es kommen musste - um die Meisterschaft streiten sich Borussia Dortmund und Bayern München, niemand sonst. Am Ende setzt sich der FCB knapp durch. Zu sehr wurde der Kader aufgerüstet, zu groß ist die Lust auf Revanche: Das Bayern-Imperium schlägt zurück. Dortmund bezahlt den Preis für eine bessere Champions-League-Saison als zuletzt und kann im Schlussspurt der Liga nicht ganz mithalten. Für Schalke und Leverkusen bleibt nur die Zuschauerrolle, zu mehr als Platz drei und vier reicht es nicht.
Der Kampf um den Europapokal
30 Millionen Euro. Diese Summe wird in dieser Saison immer dann genannt werden, wenn Borussia Mönchengladbach nicht so gut spielt wie in der vergangenen Spielzeit. Der Sensationsvierte hat in Dante, Marco Reus und Roman Neustädter drei prägende Spieler abgegeben und im großen Stil eingekauft. Jetzt sollen Granit Xhaka, Alvaro Dominguez und Luuk de Jong das Team von Lucien Favre wieder unter die ersten Vier bringen. Doch die Zugänge müssen sich erst an die Bundesliga gewöhnen, sind allesamt jung, hinzu kommt die zusätzliche Belastung durch den Europapokal.
Der VfB Stuttgart hat sich auf dem Transfermarkt zurückgehalten, die Abgänge (Julian Schieber, Timo Gebhardt, Matthieu Delpierre) waren bisher namhafter als die Zugänge. Doch das war in der vergangenen Saison auch schon so, der beste Einkauf kam erst im Winter: Vedad Ibisevic wechselte von 1899 Hoffenheim noch ein Stückchen weiter in den Süden. Mit dem bosnisch-herzegowinischen Angreifer schaffte es Trainer Bruno Labbadia - bis dahin bekannt für starke Hinrunden - sogar, eine gute Rückrunde zu spielen
Ibisevics Ex-Club 1899 Hoffenheim ist und bleibt ein Verein in der Selbstfindungsphase. Der Verein scheint nicht zu wissen, wofür er eigentlich stehen will. Ausbildungsverein? Eher nicht, Spieler aus der eigenen Jugend findet man kaum. Eine mit den Hopp-Millionen zusammengekaufte Star-Truppe also? Schon eher. In Tim Wiese, Eren Derdiyok und Matthieu Delpierre wurden drei etablierte Bundesligaspieler verpflichtet, hinzu kommt noch Real-Talent Joselu. Dass Trainer Markus Babbel aber noch eine Menge zu tun hat, um aus den guten Einzelspielern eine funktionierende Mannschaft zusammenzustellen, hat Hoffenheim eindrucksvoll im Pokal bewiesen. Dort schaffte es das Team bis nach Berlin. Allerdings war dort schon in der ersten Runde gegen den Regionalligisten Berliner AK 07 Schluss - 0:4 ging 1899 unter.
Bei Hannover ragt vor allem der Angriff heraus
Hannover? Kommt doch nur mit viel Glück in die obere Tabellenhälfte - hätte man vor zwei Jahren gedacht. Am Ende wurde die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka Vierter. 96? Bricht unter der Doppelbelastung zusammen und verpasst die Europacup-Plätze - hätte man vor der Spielzeit 2011/2012 gedacht. Hannover aber wurde Siebter. In Innenverteidiger Emanuel Pogatetz hat das Team nun zwar einen wichtigen Spieler verloren, mit Szabolcs Huszti aber auch einen guten Mann zurückgeholt. Insgesamt ist Hannover 96 gut besetzt, besonders der Angriff mit Jan Schlaudraff, Didier Ya Konan, Mohammed Abdellaoue und Mame Diouff ragt heraus.
Was plant Felix Magath? Fast schon irritierend zurückhaltend hat sich der Trainer des VfL Wolfsburg in dieser Transferperiode verhalten. Anders als sonst setzt der 59-Jährige dieses Mal offenbar auf Klasse statt Masse: Bas Dost und Ivica Olic im Angriff sowie Naldo und Emanuel Pogatetz in der Defensive dürften von Beginn an gesetzt sein. Überraschend scheint auch die Aussöhnung mit Spielmacher Diego gelungen. Dass Magath entgegen aller Vorurteile beim VfL eher auf längerfristigen Erfolg denn auf teuer erkaufte Titel abzielt, lässt eine andere Personalie erkennen: Andries Jonker, ehemals Assistent von Luis van Gaal, steht künftig Magath zur Seite. Der Niederländer gilt als Fachmann im Weiterentwickeln von Talenten.
Prognose: Gladbach hat mutig, aber sinnvoll investiert. Für die entscheidenden Postionen kamen Klasse-Leute, ein Europa-League-Platz ist drin. Auch der VfB Stuttgart wird oben mitspielen. Zwar fehlt dem Team von Bruno Labbadia die Breite im Kader; wenn größere Verletzungsprobleme ausbleiben, reicht es aber für Rang sechs. Dahinter landet Hannover, das vor allem mit seiner Offensive jeden Gegner in der Bundesliga unter Druck setzen kann. Hoffenheim und Wolfsburg haben sich zwar personell verbessert, brauchen aber noch eine Saison, um weiter oben angreifen zu können.
Der Kampf im Nichts
Eine der großen Unbekannten vor dieser Saison ist Werder Bremen. Auf eine schlechte Saison mit Platz neun folgte ein munteres Durchmischen des Kaders mit vielen Zu- und Abgängen. Das 2:4 im Pokal gegen Preußen Münster erinnerte an bereits bewältigt geglaubte Probleme: mangelnde Abstimmung in der Abwehr, Tempo-Verschleppung im Mittelfeld und eine schwache Chancenverwertung. "Wir hatten eine gute Vorbereitung mit guter Stimmung, aber jetzt sieht man, dass man sich dafür nichts kaufen kann", sagt Kapitän Clemens Fritz. Die große Konstante wird wohl auch in dieser Saison heißen: Inkonstanz. Dennoch sollte Werder mit der durchaus vielversprechenden Mischung aus Zugängen und etablierten Spielern mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Was für einige Teams eine herbe Enttäuschung wäre, muss anderen wie das gelobte Land vorkommen: das untere Mittelfeld. Eintracht Frankfurt ist als Aufsteiger naturgemäß eigentlich ein Anwärter auf den Abstiegskampf. "Wir haben sicher keine Kloppertruppe, sondern eine spielstarke Mannschaft", ist sich Armin Veh jedoch sicher. "Über unsere Transferausgaben von fünf Millionen Euro lachen sich zehn andere Vereine kaputt", sagt der Trainer. Dabei waren sowohl hinter seinem neuen Angreifer Olivier Occean als auch hinter Torwart Kevin Trapp andere Vereine her. Insgesamt ist die Qualität im Kader und auf der Bank besser als bei einigen Konkurrenten, ein weiterer Trumpf ist der erfahrene Trainer.
Freiburg und Mainz werden die Klasse sicher halten
Wie Veh in Frankfurt kann man Christian Streich in Freiburg zutrauen, die Klasse zu halten. Der große Umbruch hatte beim SC schon im vergangenen Winter stattgefunden. Für kleines Geld kamen noch einmal sechs neue Spieler, mit ihnen soll auch in dieser Saison das Dauerziel des Clubs geschafft werden: der Klassenerhalt.
Die Zeit der "Bruchweg Boys" ist schon länger vorbei. Ein Glück, mag manch einer ob der sängerischen Qualitäten von Lewis Holtby, André Schürrle und Adam Szalai denken. Dass die drei bei Mainz 05 tollen Angriffsfußball zeigten, ist hingegen unbestritten. Trainer Thomas Tuchel bewies bei Holtby und Schürrle schon in der vergangenen Saison, dass er solch schmerzliche Verluste auffangen kann. Nun verließen in Sami Allagui und Mohamed Zidan erneut zwei Top-Spieler den Club. Eine Europapokal-Teilnahme wie vor zwei Jahren ist mit dem Kader nicht drin, der Abstieg wird dennoch nicht drohen - schließlich ist Szalai immer noch da.
Prognose: Wundertüte Werder - der Kader der Bremer hat das Zeug für eine große Überraschung. Eljero Elia und Marko Arnautovic sind mit reichlich Talent gesegnet. Fußballerisch, aber auch als Störenfriede. Wenn Thomas Schaaf das Beste aus seinen Spielern herausholen kann, ist mehr drin, das Mindestziel aber muss lauten: Platz zehn. Dahinter streiten sich Mainz und Frankfurt um die Plätze, auch Freiburg sollte den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag sicher haben.
Der Kampf gegen den Abstieg
In Hamburg geht schon vor der Saison die Angst um: Abstieg heißt das Schreckgespenst, das den Fans des Hamburger SV zu schaffen macht. Das blamable Aus im DFB-Pokal bei Drittligist Karlsruhe gibt nicht gerade Anlass zu übertriebenem Optimismus, dass der Club in dieser Spielzeit den Klassenerhalt früher sichert als in der vergangenen Saison. Damals war erst am vorletzten Spieltag klar, dass Hamburg weiter erstklassig bleibt.
Mit dem aktuellen Kader wird der HSV aber wieder unten zu finden sein. Die Abwehr um Jeffrey Bruma und Michael Mancienne wirkt unsicher, aus dem defensiven Mittelfeld kommen von Kapitän Heiko Westermann und Co. kaum Impulse. Und der Sturm mit Marcus Berg und Artjoms Rudnevs hat seine Bundesliga-Tauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt. Bleibt bei den Fans die Hoffnung auf Mittelfeldspieler Milan Badelj, der Ende August von Dinamo Zagreb zum Team stößt. Und auf einen noch unbekannten Spielmacher, den Sportchef Frank Arnesen seit Wochen sucht.
Nürnberg und Fürth müssen Abgang ihres Top-Spielers verkraften
Eine weitere Hoffnung der Hamburger Anhänger könnte sein, dass die vermeintlichen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf kaum besser besetzt sind. Wie etwa der 1. FC Nürnberg, der sich nach zwei erfolgreichen Spielzeiten mit Platz sechs (2010/2011) und zehn (2011/2012) wohl wieder auf Abstiegskampf einstellen muss. Das Modell, mit ausgeliehenen Profis die Liga aufzumischen, hat ausgedient, weil die Talente längst wieder weg sind. Vor allem in der Offensive ist der FCN sehr schwach besetzt. Und defensiv muss der Club den Abgang von Stammspieler und Abwehrchef Philipp Wollscheid (zu Bayer Leverkusen) verkraften.
Bei Nürnbergs Nachbar Greuther Fürth wird abzuwarten sein, wie der Club den Wechsel von Top-Torjäger Olivier Occean kompensiert. Der Kanadier war in der vergangenen Saison mit 17 Treffern bester Torschütze der zweite Liga, ging aber zu Mit-Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Insgesamt hat Fürth mit zwölf Zu- und neun Abgängen seinen Kader kräftig durcheinander gewirbelt. Ob dieser dadurch nun bundesligatauglich ist, bleibt abzuwarten.
Fortuna Düsseldorf muss 19 Zugänge einbauen
Eine noch größere Fluktuation herrschte bei Fortuna Düsseldorf, dem dritten Aufsteiger neben Fürth und Frankfurt. 19 Zugänge muss Trainer Norbert Meier integrieren, zwölf Spieler verließen den Verein. Darunter Leistungsträger wie Maximilian Beister (zurück zum HSV), Assani Lukimya (Werder Bremen) und Thomas Bröker (1. FC Köln). Vor allem wegen dieser prominenten Abgänge könnte Düsseldorf große Probleme bekommen, die Klasse zu halten.
Weniger Quantität, dafür mehr Qualität als Fürth und Düsseldorf dürfte der FC Augsburg verpflichtet haben. Bleibt Stürmer Aristide Bancé verletzungsfrei, könnte er der entscheidende Trumpf des FCA im Abstiegskampf sein. Auch Andreas Ottl (von Hertha BSC) hat die Mannschaft verstärkt. Gegen Augsburg spricht das oft zitierte schwere zweite Jahr eines Aufsteigers, in dem man von der Konkurrenz kaum mehr unterschätzt wird.
Prognose: Düsseldorf geht mangels Qualität wieder runter in die zweite Liga. Zwischen Nürnberg und Fürth wird der zweite direkte Absteiger ermittelt, der andere Club muss in die Relegation. Augsburg und der HSV werden, sofern keine Leistungsträger langfristig ausfallen, die Klasse wohl halten - mehr aber auch nicht.