Fußball-Bundesliga: Dortmund schleicht sich an die Spitze - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga Dortmund schleicht sich an die Spitze

Borussia Dortmund nutzte am Samstag die Gunst der Stunde. Der BVB übernahm mit dem Punktgewinn in Wolfsburg die Tabellenführung vom spielfreien Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen.
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Die Dortmunder kamen am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga zu einem 1:1 (1:1) beim VfL Wolfsburg. Durch das glückliche Unentschieden überflügelte der BVB mit nunmehr 43 Punkten den bisherigen Spitzenreiter Leverkusen (42).

Das Bayer-Team kann sich jedoch bereits am Sonntag die Tabellenführung zurückholen. Dazu reicht der Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller ein Remis bei Rekordmeister Bayern München (34), der nach den sieben Begegnungen des Samstags auf den sechsten Platz zurückfiel. Im zweiten Sonntagsspiel empfängt der abstiegsgefährdete FC Hansa Rostock (19) das Schlusslicht St. Pauli (12).

In Wolfsburg brachte Jörg Heinrich (3.) Dortmund in Führung. Der Schuss des 32-Jährigen, der eigentlich als Flanke für den vor dem Tor postierten Jan Koller gedacht war, landete am verdutzten VfL-Torwart Claus Reitmaier vorbei im langen Eck.

Maric nun an der Spitze der Torjägerliste

Wolfsburgs Torjäger Tomislav Maric (36.) glich per Foulelfmeter noch vor der Pause aus. Mit zehn Saisontoren schloss der Kroate zu Marcio Amoroso (Dortmund), Michael Ballack (Leverkusen) und Claudio Pizarro (Bayern München) auf.

"Vielleicht ist unser Führungstor zu früh gefallen. Das ist uns nicht bekommen. Wir haben danach alles vermissen lassen, was wir uns an Aggressivität vorgenommen hatten", kritisierte BVB-Coach Sammer, "alles in allem muss ich zugeben, dass es eine schwache Leistung war. Lediglich der Punktgewinn war positiv."

Kaiserslautern erneut auswärtsstark

Der 1. FC Kaiserslautern festigte durch einen 1:0 (0:0)-Sieg beim 1. FC Köln seinen dritten Tabellenplatz. Die Pfälzer (41), für die Jung-Nationalspieler Miroslav Klose (56.) traf, erreichten den sechsten Auswärtssieg der Saison. "Das war ein schlechtes Spiel. Ich bin aber glücklich, dass die Mannschaft das Pokalspiel gegen München einigermaßen verkraftet hat", sagte FCK-Teammanager Andreas Brehme

Für Köln (14) sieht es düsterer denn je aus. Durch die siebte Heimniederlage fielen die von Interimscoach Christoph John trainierten Rheinländer auf den vorletzten Platz zurück. Köln hat seit 599 Minuten kein Tor in der Bundesliga erzielen können. Der Minusrekord datiert aus der Saison 1992/93, als der 1. FC Saarbrücken 964 Minuten erfolglos blieb.

Schalker Blitztor durch Wilmots

Einen Rückschlag musste auch Werder Bremen hinnehmen. Der Tabellenvierte (36) verlor gegen den VfB Stuttgart (31) mit 1:2 (1:0). Marco Bode (39.) hatte mit dem 100. Bundesligatreffer seiner Karriere für die Führung gesorgt. Doch die Stuttgarter Viorel Ganea (63.) und Christian Tiffert (83.), der eingewechselt worden war, drehten das Spiel.

Das schnellste Tor des Tages (und der gesamten Saison) fiel in Gelsenkirchen. Nach 49 Sekunden traf Marc Wilmots für Schalke (35) beim 2:0 (1:0) gegen die seit zehn Spielen sieglose Borussia aus Mönchengladbach (17). Der Neuling hatte wie in vielen Partien zuvor die größeren Spielanteile, verstand es jedoch nicht, eine seiner vielen Chancen zu nutzen. Der eingewechselte Gerald Asamoah sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung zugunsten des neuen Tabellenfünften.

Hamburg siegt, Hertha enttäuscht

Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf feierte der Hamburger SV (23) gegen 1860 München (30). Der HSV schlug die "Löwen" mit 2:1 (0:0). Zwar schoss der Hamburger Sergeij Barbarez (48.) einen Foulelfmeter an die Latte, doch elf Minuten später war Roy Präger zur Stelle und staubte zum 1:0 ab. Der argentinische Neuzugang Bernardo Romeo ("Er ist genau der Typ, den wir brauchen", so HSV-Trainer Kurt Jara) erhöhte in der 81. Spielminute mit seinem ersten Bundesligator für den HSV. Der Anschlusstreffer durch Markus Weissenberger kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit kam für die Münchner zu spät.

Hertha BSC (33) kam gegen den SC Freiburg (22) nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Alexander Iaschwili (37.) sorgte mit einem platzierten Kopfball für die Führung der Gäste. Alex Alves (57.) verhinderte mit seinem abgefälschten Schuss aus 18 Metern die zweite Berliner Heimniederlage innerhalb weniger Tage: Am Mittwoch hatte der Tabellensiebte im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln mit 1:2 nach Verlängerung verloren. "Wir würgen nur rum. Nun gibt es nur noch Endspiele", war der zum Saisonende scheidende Hertha-Trainer Jürgen Röber unzufrieden.

Nürnberg lässt sich nicht hängen

Das Kellerduell gegen Cottbus entschied der 1. FC Nünberg mit 2:0 (0:0) für sich. Paulo Rink (60.) brachte den "Club", der sich mit 16 Punkten auf den drittletzten Platz verbessern konnte, in Führung. Jacek Krzynowek (87., Foulelfmeter) machte den vierten Nürnberger Sieg perfekt. "Die Mannschaft hat nur die Pflicht erfüllt", lautete der nüchterne Kommentar von Trainer Klaus Augenthaler.

Cottbus (17) belegt mit einem Punkt Vorsprung auf die Franken den 15. Tabellenplatz. Unrühmlicher Höhepunkt der niveauarmen Partie war das Foul des Cottbussers Ronny Thielemann an FCN-Akteur Frank Wiblishauser (17.). Der Nürnberger erlitt bei der Grätsche einen Schien- und Wadenbeinbruch. Für Wiblishauser ist die Saison beendet, er wird vermutlich ein halbes Jahr ausfallen. Thielemann erhielt von Schiedsrichter Edgar Steinborn die Gelbe Karte.

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