Fußball-Bundesliga: Freiburg zittert sich zum Sieg - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga Freiburg zittert sich zum Sieg

Der SC Freiburg hatte gegen Eintracht Frankfurt große Mühe. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Trainer Volker Finke jedoch im Aufsteigerduell durch. Die Gäste brachten sich selbst um einen Punktgewinn.
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Freiburg - Bei der 0:1 (0:1)-Niederlage der Frankfurter am Sonntagabend wurde der ehemalige mazedonische Nationalkeeper Oka Nikolov zur tragischen Figur. In der 81. Spielminute ließ er einen Schuss des Freiburgers Wilfried Sanou durch die Finger gleiten.

Während die meisten der 25.000 Zuschauer im ausverkauften Dreisamstadion nach dem ersten Bundesliga-Tor des erst 19-jährigen Stürmers aus Burkina Faso zumindest mit dem Ergebnis zufrieden sein konnten, waren die Frankfurter untröstlich. Denn in der ereignisarmen Partie war die Elf von Trainer Willi Reimann dem Siegtreffer näher gewesen als die Gastgeber.

"Bei den Schiedsrichter-Entscheidungen kann man nicht gewinnen. Was da mit uns abläuft, ist Wahnsinn", schimpfte Reimann, der sein Team "seit Wochen" als systematisch benachteiligt sieht: "Es ist unfassbar, dass die Mannschaft nach solch einem Spiel als Verlierer vom Platz geht."

Eintracht-Profi Ervin Skela forderte vor allem bei der Attacke von Andreas Zeyer gegen Eintracht-Stürmer Markus Beierle in der Nachspielzeit Strafstoß: "Das war ein ganz klarer Elfmeter. Jetzt fehlen uns wieder die Punkte." Doch Referee Lutz-Michael Fröhlich pfiff nicht. "Der Sieg war etwas glücklich", gab Freiburg-Coach Finke zu, "wir haben uns schwer getan."

Möller enttäuschte erneut

In der von Finke zum Sechs-Punkte-Spiel apostrophierten Partie boten beide Mannschaft nur selten erstligareifen Fußball. Die ersatzgeschwächten Frankfurter gingen erstaunlich offensiv zu Werke, präsentierten sich dabei aber wie schon in den vorangegangenen Wochen meist einfallslos. Altstar Andreas Möller versagte einmal mehr als Ideengeber. Dennoch hätte er Mann des Tages werden können, wenn sein Fernschuss in der 76. Minute im Tor und nicht an der Latte gelandet wäre.

Frankfurt hatte insgesamt die besseren Chancen, weil sich die Freiburger Hintermannschaft mit Boubacar Diarra an der Spitze große Unsicherheiten leisteten. Die größte Möglichkeit bot sich Beierle in der 30. Minute, doch er scheiterte aus kürzester Distanz erst per Kopf und dann im Nachschuss an Freiburgs Torhüter Richard Golz.

Die Freiburger fanden nie zu ihrem Kombinationsspiel, offenbarten zu wenig Laufbereitschaft und leisteten sich eine ungewohnt hohe Fehlpassquote. Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Hausherren: Eintracht-Torhüter Nikolov wurde in der 81. Minute erstmals ernsthaft geprüft - und langte bei Sanous Volleyschuss aus 18 Metern prompt daneben.


SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
1:0 Sanou (81.)
Freiburg: Golz - Konde, Diarra (77. Müller) - Kruppke (68. Zeyer), Berner - Bajramovic, Riether, Zkitischwili - Coulibaly - Iaschwili, Sanou (84. Guie-Mien)
Frankfurt: Nikolov - Preuß, Bindewald, Chris, Wiedener - Schur - Cha (84. Lexa), Möller, Skela, Kreuz (84. Dragusha) - Beierle
Schiedsrichter: Fröhlich (Berlin)
Zuschauer: 25.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Diarra (5) / Chris (3), Kreuz (2)

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