2. Fußball-Bundesliga: Hamburger SV verspielt Führung gegen Fortuna Düsseldorf - DER SPIEGEL
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2. Fußball-Bundesliga HSV verspielt Führung gegen Düsseldorf in Überzahl

Im dritten Ligaspiel in Folge blieb der Hamburger SV ohne Sieg, obwohl Düsseldorf mehr als 65 Minuten in Unterzahl spielte. Das lag auch an Khaled Narey, der exemplarisch für die Kaderpolitik des HSV stehen könnte.
Khaled Narey und Tim Leibold kämpfen um den Ball: Am Ende gab es ein Remis zwischen Düsseldorf und Hamburg
Khaled Narey und Tim Leibold kämpfen um den Ball: Am Ende gab es ein Remis zwischen Düsseldorf und Hamburg

Khaled Narey und Tim Leibold kämpfen um den Ball: Am Ende gab es ein Remis zwischen Düsseldorf und Hamburg

Foto: nordphoto GmbH/ Witke / imago images/Nordphoto
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Mehr als 65 Minuten spielte der Hamburger SV in der Zweitligapartie gegen Fortuna Düsseldorf in Überzahl, nachdem Düsseldorfs Edgar Prib wegen eines groben Foulspiels vom Platz geflogen war (25.). Dennoch kassierte der HSV beim 1:1 (1:0) in der zweiten Hälfte noch den Ausgleich und kam auch im dritten Spiel in Folge nicht über ein Remis hinaus. Róbert Boženík (71. Minute) glich die Hamburger Führung durch Glatzel (19.) aus.

Nachdem der HSV bereits gegen Nürnberg und in Aue Punkte gelassen hatte, startete das Team von Tim Walter auch gegen Düsseldorf schwach in die Partie. In der Anfangsphase kamen die Hamburger kaum einmal zu Chancen, eine Einzelaktion reichte dennoch zur Führung: Nach einer Hereingabe von der linken Seite hatte Glatzel etwas Glück bei der Ballannahme, drehte sich dabei um seinen Gegenspieler und traf im zweiten Kontakt zur Führung (19.).

Noch rosiger wurden die Aussichten des HSV nach einem harten Einsteigen von Prib an der Seitenlinie, seinen Gegenspieler Tim Leibold traf Prib mit der offenen Sohle an der Wade. Schiedsrichter Christian Dingert zückte zunächst die Gelbe Karte, erhöhte das Strafmaß jedoch nach Ansicht der Videobilder (24.). Der HSV drückte in der Folge auf die Vorentscheidung, hatte aber große Probleme bei der Konterabsicherung. Immer wieder wurde Düsseldorf nach Umschaltaktionen über den schnellen Khaled Narey gefährlich.

Narey zeigt die Probleme des HSV auf

Der ehemalige Hamburger Narey stellte an diesem Samstagabend nicht nur die HSV-Defensive vor Probleme, sondern zeigte auch generelle Probleme des Klubs auf. Narey gilt als einer dieser hoch veranlagten Spieler, die ihr Potenzial in Hamburg nicht vollends ausschöpfen konnten und den Klub wieder verließen, um andernorts zu Höchstleistungen aufzulaufen.

Nareys drei Jahre im Klub, die im Sommer geendet hatten, verliefen größtenteils glücklos, dementsprechend laut waren die Pfiffe gegen ihn vonseiten der HSV-Fans. Seit seinem Wechsel nach Düsseldorf spielt er aber groß auf: Sechs Tore und zwei Vorlagen wies er bis zum Spiel beim Ex-Klub auf.

Und Narey sollte der entscheidende Mann werden. Als er in der 59. Minute allein auf HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes zulief und zur Seite legte, rettete Jonas Meffert noch regelrecht heroisch vor Rouwen Hennings. Zwölf Minuten später brachte Narey den Ball von der rechten Seite vor das Tor, über die Hacke von Felix Klaus stocherte Boženík den Ball über die Linie (71.). Das sollte auch der Endstand sein.

hba