Fußball-Bundesliga: Hannover raubt Köln die letzte Hoffnung - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga Hannover raubt Köln die letzte Hoffnung

Voller Hoffnung waren die Fans des 1. FC Köln zum Auswärtsspiel nach Hannover gereist. Es galt, das letzte Fünkchen Hoffnung in Sachen Klassenverbleib zu erhalten. Doch die Kölner mühten sich vergeblich und kassierten die elfte Auswärtsniederlage. Für 96 ist nach zwei Siegen in Folge dagegen wieder Land in Sicht.
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Hannover - Der 1. FC Köln muss wohl endgültig für die zweite Liga planen. Die in dieser Saison auf fremden Platz noch sieglosen Rheinländer kassierten bei Hannover 96 eine 0:1 (0:1)-Niederlage und können die magische Marke von 40 Zählern in den verbleibenden sechs Partien der Spielzeit nicht mehr erreichen. Während die Kölner den Aufwärtstrend vom 2:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt nicht bestätigten, ist Hannover nun schon seit vier Spielen in Folge ungeschlagen und schob sich auf den elften Tabellenplatz vor.

Vor 27.200 Zuschauern, unter ihnen Bundeskanzler Gerhard Schröder, brachte Thomas Brdaric die Gastgeber nach 34 Minuten mit seinem neunten Saisontor in Führung. Der Ex-Leverkusener unterstrich damit erneut seine Ambitionen auf eine Berufung von DFB-Teamchef Rudi Völler.

"Wir wollten hier gewinnen. Das hat nicht geklappt, und so läuft es wohl auf den Abstieg hinaus", stellte Kölns Trainer Marcel Koller ernüchtert fest. "Das Glück hat mal wieder gefehlt. Aber es geht immer weiter bis zum Ende", sagte Jungstar Lukas Podolski, der erneut ein starkes Spiel machte.

Selbst Hannovers Trainer Ewald Lienen fühlte bei aller Freude über den wichtigen Sieg seiner Mannschaft auch mit den Kölnern mit: "Es ist schon bitter, wenn man nach einer kämpferisch und spielerisch so starken Leistung wohl endgültig den Gang in die zweite Liga antreten muss."

In der ersten halben Stunde boten beide Teams über weite Strecken eine ausgeglichene Partie. Die Kölner, bei denen Koller erneut auf die formschwachen Jörg Heinrich und Dirk Lottner verzichtete, präsentierte sich keineswegs ihren letzten Tabellenplatz entsprechend und versuchten, Akzente in der Offensive zu setzen. Die beste Chance hatte Stürmer Podolski, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nur knapp die FC-Führung verpasste (19.).

Hannover suchte den Abschluss jedoch zwingender und erspielte sich zum Ende der ersten Halbzeit ein deutliches Chancenplus. Zwar war Brdaric nach drei Minuten noch an Kölns Schlussmann Wessels gescheitert, machte es aber gut eine halbe Stunde später besser. Nachdem Thomas Christiansen per Kopf nur den Pfosten getroffen hatte, staubte der EM-Kandidat zum 1:0 ab. In der Folgezeit war es erneut Podolski, der für den Ausgleich hätte sorgen können. Der Jungstar traf in der 40. Minute ebenso wie Hannovers Clint Mathis fünf Minuten später aber nur die Latte.

Nach der Pause verpassten es die Platzherren, früh für die Entscheidung zu sorgen. In der nicht immer stabil wirkenden Hintermannschaft der Kölner taten sich wiederholt Lücken auf, die von den 96-Angreifern jedoch zumeist nur ungenügend genutzt wurden. So konnte Christiansen Kölns Schlussmann Wessels mit einem Schuss aus zwölf Metern nicht überwinden (57.). Auch Mohammadou Idrissou machte es acht Minuten später nicht besser und verfehlte das Gäste-Tor aus guter Position.

Hannover 96 - 1. FC Köln 1:0 (1:0)
1:0 Brdaric (34.)
Hannover: Ziegler - Cherundolo (87. Schneider), Zuraw, Mertesacker, Schuler - Mathis (71. de Guzman), Dabrowski, Lala, Idrissou (71. Stendel) - Christiansen, Brdaric
Köln: Wessels - Schröder, Cichon (41. Sichone), Dogan, Voigt - Kringe, Grujic, Sinkala - Streit (69. Lejan), Federico (56. Scherz), Podolski
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 27.200
Gelbe Karten: Christiansen (5) - Cichon (4), Sichone (5/2), Scherz (2), Dogan (5/1)

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