HSV-Pleite gegen Frankfurt: Was für ein Desaster
Bundesliga Hamburg hoffnungslos
Der Hamburger SV hat bei der Heimpremiere von Trainer Markus Gisdol ein sportliches Debakel erlebt. Durch das 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt bleibt der HSV auch nach acht Spieltagen sieglos und hat nun seit sechs Bundesliga-Partien kein Tor mehr erzielt.
Hamburgs Mittelfeldspieler Lewis Holtby (35. Minute) traf ins eigene Netz und leitete den bitteren Abend für den HSV ein. Nach einer Gelb-Roten Karte für HSV-Profi Dennis Diekmeier (57.) sorgten Shani Tarashaj (60.) und Haris Seferovic (69.) vor 52.258 Zuschauern mit ihren Treffern für den Hamburger K.o.
Die sportliche Krise des Tabellenvorletzten wird damit immer schlimmer; die Eintracht verbesserte ihren ohnehin guten Saisonstart und rückte zumindest bis zum Samstagnachmittag auf den vierten Tabellenplatz vor. Der HSV wurde dagegen schon in der zweiten Halbzeit ständig mit Pfiffen von den eigenen Fans begleitet.
Trainer Markus Gisdol präsentierte sich bei seinem Heim-Debüt besonders motiviert an der Seitenlinie - seine Spieler ließen ihn hingegen im Stich. Der HSV agierte ideenlos und forderte die Eintracht kaum. Die Gäste standen in der Defensive kompakt und hatten mit den zaghaften Angriffsversuchen der Hamburger keinerlei Probleme.
Auch im zweiten Durchgang wurde nichts besser
Offensiv entfaltete die Eintracht selbst aber zunächst auch keine Gefahr. Trainer Niko Kovac hatte Torjäger Alex Meier überraschend auf die Bank gesetzt, wo auch Marco Russ Platz nahm. Doch die Anfeuerungsversuche des von einer Krebserkrankung geheilten Innenverteidigers hatten auf die schwache Partie zunächst auch keinen Einfluss. "Ich find's einfach nur klasse, dass Marco so zurückkommt", sagte Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner in der Halbzeit dem TV-Sender Sky.
Erst nach über einer halben Stunde kam die Eintracht zur ersten Chance des Spiels. Ein Distanzschuss des Mexikaners Marco Fabian (32.) flog allerdings knapp über die Querlatte. Noch vor der Pause bescherte Holtby den HSV-Fans dann einen negativen Höhepunkt. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld grätschte der Mittelfeldspieler in eine flache Flanke von Branimir Hrgota und drückte den Ball vor Torwart René Adler ins eigene Netz.
Auch im zweiten Durchgang wurde nichts besser. Nach einem klaren Foulspiel an Bastian Oczipka wurde Diekmeier vom Platz geschickt, drei Minuten später sorgte die Eintracht für die Vorentscheidung. Nach schöner Vorarbeit von Fabian schoss der Schweizer Tarashaj den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Der kurz zuvor eingewechselte Seferovic legte nur wenige Minuten später nach.