Fußball-Bundesliga Leverkusen ist Herbstmeister
Hamburg - Um ein Haar hätte es Bayer Leverkusen am Samstag doch noch erwischt. Nach einer durchschnittlichen Leistung verlor die Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller bei Hertha BSC Berlin mit 1:2 (1:1) und blieb dennoch Tabellenführer. Denn Verfolger Borussia Dortmund verpasste die letzte Chance auf die so genannte Herbstmeisterschaft mit einem 1:1 bei Werder Bremen. Toppmöller war trotz der Niederlage in Berlin zufrieden: "Die Herbstmeisterschaft ist ein schöner Lohn für die Hinrunde, die wir gespielt haben."
Ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Andreas Neuendorf erzielte vor 35.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion die 1:0-Führung für die gastgebende Hertha gegen Leverkusen. Aber wie schon acht Mal zuvor in dieser Saison konnten die Rheinländer einen 0:1-Rückstand ausgleichen. Überraschend traf Nationalspieler Oliver Neuville zum 1:1 (37.), für den Endstand sorgte der Ungar Pal Dardai mit dem 2:1 in der 62. Minute.
Beim Spitzenspiel zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund schienen die Gastgeber von der Weser ihre Erfolgsserie fortzusetzen. Vor den Augen von DFB-Teamchef Rudi Völler dominierten sie die Partie und gingen durch Torsten Frings' erstes Saisontor vor 38.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion in der 40. Minute auch in Führung. Doch nach dem überraschenden Ausgleich des BVB-Brasilianers Ewerthon (56.) verloren die Bremer ihre Linie, so dass die Punkteteilung am Ende in Ordnung ging.
Bayerns Niederlage
Peinliches widerfuhr Bayern München in Rostock. Zwar dominierte der Champions-League-Sieger das Spiel, doch die Punkte blieben an der Ostsee. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war im Anschluss an eine Ecke Einwechselspieler Dietmar Hirsch zur Stelle und schoss zum das Geschehen völlig auf den Kopf stellenden 1:0 ein.
Anständig Treffer fielen beim Spiel 1860 München gegen Borussia Mönchengladbach. Vor 18.000 Fans steht es 2:2. Für Gladbach trafen Bernd Korzynietz (22.) und Arie van Lent (26.). Den Ausgleich für die Sechziger erzielte jeweils Martin Max (23./42.). Van Lent blieb ein zweiter Torerfolg verwehrt, als Sechzigs Keeper Simon Jentzsch in der 53.Minute einen Foulelfmeter des Stürmers hielt.
Mit einem Unentschieden nach guter Lesitung musste sich auch der Hamburger SV zufrieden geben. Durch einen Fallrückzieher von Roy Präger (30.) führten die Norddeutschen gegen den Freiburger SC vor 34.000 Zuschauern im Volkspark. Dann jedoch sorgte Stefan Müller (69.) für den unverdienten Ausgleich.
Als seien die Tabellenstände ihrer Mannschaften nicht schon traurig genug, mussten sich die Fans in den beiden Kellerduellen zwischen dem 1. FC Köln und Energie Cottbus sowie Nürnberg gegen St. Pauli ganz trostlos-torlose Unentschieden anschauen.
Beendet wird die Hinrunde der Liga am Sonntag mit den Partien Wolfsburg gegen Schalke und Kaiserslautern gegen Stuttgart. Anpfiff ist um 17.30 Uhr.