Fußball-Lieblinge: Helden der Herzen - DER SPIEGEL
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Publikumslieblinge: Mein Feind der Ball

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images

Fußball-Lieblinge Helden der Herzen

Am Ball waren sie nie so toll - die Fans liebten sie trotzdem. Erinnern Sie sich noch an Harry Koch, Uli Borowka, Michael Schulz? Die Publikumslieblinge des deutschen Fußballs: SPIEGEL ONLINE zeigt die legendärsten. Und lässt Sie mitentscheiden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer geliebt werden will, muss laufen können. Am besten die Seitenlinie immer rauf und runter, hin und her. Von der ersten bis zur letzten Minute.

Wer geliebt werden will, muss grätschen können. Am besten bei strömendem Regen, von der Seite, um dem Gegner einen bedeutungslosen Ball irgendwo im Mittelfeld vom Fuß ins Seitenaus zu spitzeln.

Laufen und grätschen - wer das beherrscht, hat die Lizenz zum Publikumsliebling in der Bundesliga.

Wer geliebt werden will, muss nicht unbedingt gut Fußball spielen können.

Es hat sie immer gegeben in 47 Jahren Bundesliga-Fußball: Spieler, die nie so richtig warm mit dem Ball geworden sind, denen der humorlose Befreiungsschlag immer mehr bedeutet hat als der feine Flankenwechsel. Die Profis, die, hätte man sie nach Kilometern bezahlt, zu den Großverdienern der Branche gezählt hätten. Die Fußballer, die jahrein, jahraus fast ausschließlich für denselben Verein gekickt haben. Und die für all dies von den Anhängern verehrt wurden.

Fußball-Handwerker in einem WM-Endspiel

Manche von ihnen wie Michael Schulz haben sogar den Weg in die Nationalmannschaft gefunden. Man könnte auch sagen: Sie verirrten sich in die DFB-Elf - in den achtziger und neunziger Jahren war das noch möglich. Das waren die Zeiten, in denen grobgeschnitzte Fußballhandwerker wie Bayern-Verteidiger Norbert Eder in einem WM-Endspiel auflaufen konnten, in denen Jens Jeremies für den Prototyp des modernen Fußballers gehalten wurde.

SPIEGEL ONLINE stellt einige der Profis vor, die tief in den Herzen der Fans verankert waren, obwohl sie den Umgang mit dem Spielgerät nie so ganz beherrscht haben. Mittelfeldregisseur Uwe Bein, der Mann mit dem tödlichen Pass, wurde einst bei Eintracht Frankfurt aufgrund seiner Technik, seiner Übersicht respektvoll bewundert. Sein Mitspieler Uwe Bindewald, ausgestattet quasi mit der Schattenseite aller Fähigkeiten, die Uwe Bein hatte, wurde hingegen geliebt. Und mit dem Ehrentitel "Zico" ausgezeichnet, dem Namen des brasilianischen Technikgenies aus den achtziger Jahren.

Harry Koch, Willy Landgraf, Leonardo Manzi und all die anderen - die Liste könnte um einiges verlängert werden. Die Sportredaktion von SPIEGEL ONLINE nimmt gerne noch Namen auf. Wer war und ist Ihr persönlicher Publikumsliebling? Schreiben Sie uns eine Mail an lieblinge@spiegel.de !

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