Revolution im Fußball Niederlande testen Torlinientechnik
Tor oder nicht Tor? Die Niederlande testen Hawkeye
Foto: imagoHamburg - Mit Beginn der neuen Saison testet der niederländische Fußballverband (KNVB) zwei Jahre lang die Torlinientechnik Hawkeye. Das beschloss der KNVB bei seiner Jahreshauptversammlung. Gleichzeitig werden zwei zusätzliche Schiedsrichterassistenten als fünfte und sechste Offizielle eingesetzt.
Vorläufig wird die Technik aber nur bei bedeutenden Spielen angewendet. Etwa im Pokalfinale, beim Supercup, in den Playoff-Finals sowie am letzten Spieltag der Ehrendivision. Der KNVB nennt das Projekt "Arbitrage 2.0".
Beim Hawkeye-System, das bereits im Tennis und Cricket zum Einsatz kommt, zeichnen mehrere Hochgeschwindigkeitskameras das Spielgeschehen aus verschiedenen Winkeln des Stadions auf. Ein Computer berechnet die exakte Position des Balles und sendet ein Signal an den Schiedsrichter, wenn der Ball die Torlinie überschritten hat.
Auch England hat das System eingeführt. Die Bundesliga hat noch keine Entscheidung über den Einsatz von Torlinientechnik getroffen. Frühestens in der Saison 2015/2016 wäre dies ein Thema.
Die Fifa hatte sich gegen Hawkeye und für einen Einsatz von GoalControl beim anstehenden Confederations Cup in Brasilien entschieden. Bewährt sich die Technik des deutschen Anbieters bei dem Turnier, soll sie auch bei der WM 2014 eingesetzt werden.
In den Uefa-Wettbewerben kommt keine Technik zum Einsatz. Präsident Michel Platini ist ein erklärter Gegner von Torkameras. Stattdessen stehen in Champions und Europa League zwei zusätzliche Schiedsrichterassistenten hinter den Toren, um den Referee bei strittigen Fällen zu unterstützen.