Fußball: Polizei durchsucht Conmebol-Zentrale - DER SPIEGEL
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Korruptionsskandal Polizei durchsucht südamerikanischen Fußballverband

Jetzt schlagen die Behörden im Fifa-Skandal auch in Südamerika zu. Die Zentrale des Fußballverbandes Conmebol wurde durchsucht. Der Verdacht: Geldwäsche, Konspiration und Unterstützung des organisierten Verbrechens.
Conmebol-Zentrale in Asunción: Razzia in vollem Gange
Conmebol-Zentrale in Asunción: Razzia in vollem Gange

Conmebol-Zentrale in Asunción: Razzia in vollem Gange

Foto: JORGE ADORNO/ REUTERS
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Der Sitz des südamerikanischen Fußballverbands Conmebol wurde von der paraguayischen Staatsanwaltschaft auf Anforderung der US-Justiz durchsucht. Es werde im Rahmen des Fifa-Korruptionsskandals nach Dokumenten über die Vergabe von Vermarktungsrechten gefahndet, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Es gehe bei den Ermittlungen in Asunción nach US-Recht um mutmaßliche Geldwäsche, Konspiration und internationale Unterstützung des organisierten Verbrechens.

Der damalige Conmebol-Vorsitzende Juan Ángel Napout wurde Anfang Dezember in der Schweiz festgenommen und in die USA ausgeliefert. Auch gegen seine Vorgänger Eugenio Figueiredo und Nicolás Leoz wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Die US-Justiz wirft den ehemaligen Conmebol-Funktionären vor, beim Verkauf von Marketingrechten an Sportvermarktungsfirmen im Zusammenhang mit der Austragung von regionalen Turnieren Bestechungsgelder in Millionenhöhe erhalten zu haben.

Ex-Fifa-Vizepräsident Figueredo hatte nach der Auslieferung in seine Heimat Uruguay gestanden, seit seinem Aufstieg in die Conmebol-Exekutive Anfang der Neunziger Jahre und auch noch während seiner Amtszeit als Conmebol-Chef von 2013 bis zum vergangenen Mai mehrere Millionen Dollar an Bestechungsgeldern kassiert zu haben. Er berichtete über ein Korruptionsnetzwerk innerhalb des Dachverbands, das jeden Wettbewerb um Marketing- und TV-Rechte unmöglich gemacht habe.

mon/dpa/sid