Fußball Stange will Irak trainieren
Hamburg - Stange sei seit Mittwoch in Bagdad und werde am Sonnabend einen Vier-Jahres-Vertrag beim irakischen Verband unterschreiben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Präsident des Verbandes ist der Sohn von Diktator Saddam Hussein, Udai.
"Ich war jetzt über ein Jahr arbeitslos, und in meinem Alter gibt es keine Angebote. Mit dem Irak habe ich immerhin die Chance, an der WM 2006 in Deutschland teilzunehmen. Die sind auf Platz 51 der Weltrangliste", erklärt Stange sein Vorhaben. Er habe das Angebot schon seit Juni, sei damals bereits in Bagdad gewesen. "Ich habe immer wieder gezögert. Aber nach Konsultationen mit der Fifa und dem Auswärtigen Amt musste ich jetzt zu- oder absagen."
Ein möglicher Krieg gegen Saddam Hussein schreckt Stange demnach nicht ab: "In Kamerun kann mich ein Löwe töten, in Australien eine giftige Schlange beißen. In Thüringen fährt der Innenminister mit 180 durch eine achtziger Zone. Natürlich sind das irrsinnige Umstände. Aber ich hoffe auf die Uno-Mission, die Vernunft der USA und des Irak. Im Grunde meines Herzens bin ich ein friedliebender Mensch. Ich sage mir: Wo Fußball gespielt wird, wird nicht geschossen. Ich glaube an die olympischen Ideale. Ich gehe als Sportbotschafter dorthin. Ich trainiere junge Leute."
Der Thüringer Stange trainierte unter anderem den VfB Leipzig, Hertha BSC Berlin, Perth/Australien und Dneprpetrowsk (Ukraine).