Fußball-WM 1978: Getreide, Tore und Bestechung - DER SPIEGEL
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Fußball-WM 1978 Getreide, Tore und Bestechung

Ein renommierter britischer Enthüllungsautor hat bestätigt, was als Gerücht seit 1978 kursiert: Argentinien soll damals die Fußball-WM im eigenen Land mit Hilfe von Bestechung gewonnen haben.
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Lima - 22 Jahre nach dem Titelgewinn berichtet David Yallop in einem Beitrag für die peruanische Tageszeitung "El Commercio" über eine Zahlung von 50 Millionen Dollar der damals in Argentinien herrschenden Militär-Junta an Perus Machthaber. Der Artikel bestätigt auch eine kostenlose Lieferung von 35 Tonnen Getreide aus Argentinien nach Peru.

Argentiniens Mannschaft um Torjäger Mario Kempes und Kapitän Daniel Passarella brauchte in der Finalrunde gegen Peru einen Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied für den Sprung ins Endspiel und gewann das Südamerika-Duell schließlich sogar 6:0. Dem punktgleichen Erzrivalen Brasilien blieb deshalb nur das Spiel um Platz drei. Im Finale setzte sich das Team von Trainer Cesar Luis Menotti gegen die Niederlande 3:1 nach Verlängerung durch.


Junta-Chef Videla soll Bestechung angeordnet haben


Nach Recherchen von Yallop, der vor mehreren Jahren mit Büchern über angebliche Machenschaften des Weltverbandes (Fifa) sowie das Attentat auf Papst Johannes Paul II. für Aufsehen gesorgt hatte, soll Argentiniens Junta-Chef Jorge Videla persönlich die Anordnung zur Bestechung gegeben haben. Die Abwicklung des Deals lag laut Yallop in den Händen von WM-Organisationschef Carlos Lacoste.

Aus Perus damaliger Mannschaft haben drei Spieler, die nicht genannt werden wollten, Yallop über ein Angebot von jeweils 20.000 Dollar "zur Sicherstellung des richtigen Ergebnisses" berichtet.