Achtelfinale zwischen Mexiko und England verspätet sich Und plötzlich donnert es
Estadio Azteca vor dem geplanten Anpfiff: Alles nass
Foto: Daniel Becerril / REUTERS15 Uhr Ortszeit in Mexiko-Stadt. Die ersten Menschenmassen drängen durch die Eingänge in Richtung Aztekenstadion. Beste Stimmung bei mexikanischen und englischen Fans vor dem Achtelfinale, angesetzt für 18 Uhr (um zwei Uhr in der deutschen Nacht auf Montag). Schon den ganzen Tag über feiern Fußballanhänger in der Hauptstadt ein Fußballfest, das einer WM würdig ist.
Doch das Spiel selbst kann nicht wie geplant stattfinden, und der Anstoß wurde zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben. Dann hieß es: eine Stunde später.
Mit der Öffnung der Stadiontore zog ein schweres Unwetter auf. Starker Regen, begleitet von Donner und Blitzen. Straßen stehen unter Wasser und sind unpassierbar. Laut Fifa-Regularien darf unter solchen Bedingungen nicht gespielt werden.
Die Informationen, wie es nun weitergehen soll, kamen nur spärlich. Zunächst teilte eine Arena-Sprecherin mit, dass die geplante Ankunftszeit der Mannschaftsbusse nicht eingehalten werden kann und verschoben werden muss. Tausende Fans waren da bereits in der Arena, eingepackt in Regenponchos, und sie sangen fast ohne Pause: »Mexiko, Mexiko, Mexiko.« Insgesamt wurden 80.000 Menschen in der Arena erwartet.
Rund 90 Minuten vor Anpfiff teilte die Sprecherin mit, dass sich die Fotografen auf ihre Positionen begeben könnten. Kurz darauf setzten wieder kräftige Donnerschläge ein. Etwa 45 Minuten vor dem geplanten Anpfiff kam dann die Information: Anstoß verspätet. Buhrufe zogen durch die Arena, in der es bereits zu diesem Zeitpunkt so laut war, als würde längst ein Fußballspiel stattfinden.
Die Fifa hatte im Vorfeld offenbar sogar erwogen, die Partie wegen der drohenden Unwetterlage vorzuziehen, auf zwölf Uhr Ortszeit. Zu diesem Zeitpunkt herrschten tatsächlich ideale Bedingungen: leichter Sonnenschein, etwa 20 Grad. Selbst bei einer Verlängerung mit Elfmeterschießen wäre man sehr wahrscheinlich noch vor dem Unwetter fertig geworden.
Doch die Vorverlegung kam nicht zustande.