Fußball-WM Mit Comic-Waffen gegen Hooligans
Tokio - Der neueste Clou in Sachen Anti-Hooligan-Maßnahmen wurde am Dienstag in Sapporo vorgestellt: Ein Netz, das mit einer speziellen Vorrichtung über Krawallmacher geschossen werden kann. "Wer wild wird, wird unter einem Netz gefangen und kann sich dann nicht mehr bewegen", erklärte ein Polizeisprecher die an einen Marvel-Comic wie "Spiderman" erinnernde Waffe.
In Sapporo werden drei Begegnungen ausgetragen, darunter eine zwischen England und Argentinien. In Japan fürchtet man sich vor allem vor den Fans von der Insel, die gemeinhin als gewaltfreudig eingestuft werden. Ob das Fangnetz auch bei Spielen in anderen japanischen Städten oder gar Südkorea verwendet werden soll, ließ der Sprecher offen.
Ob die Waffezum Einsatz kommt, ist allerdings sehr fraglich.Zahlreiche europäische Hooligan-Experten gehen aufgrund der hohen Reise- und Lebenshaltungskosten davon aus, dass mit einer größeren Anzahl von Fußball-Gewalttätern bei der WM 2002 (30. Mai bis 31. Juni) nicht zu rechnen ist.