Fußball-WM: Zweiter Sieg für Deutschland - DER SPIEGEL
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Fußball-WM Zweiter Sieg für Deutschland

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in den USA ist die deutsche Mannschaft so gut wie sicher für das Viertelfinale qualifiziert. Im zweiten Spiel besiegten die Deutschen Japan. Auch die letzte Partie der Vorrunde sollte sie vor keine Schwierigkeiten stellen, ist sich die deutsche Mannschaft sicher.
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Columbus - In der Nacht zum Donnerstag besiegte die Mannschaft von Trainerin Tina Theune-Meyer Japan mit 3:0 (2:0). Vor rund 8000 Zuschauern in Columbus schossen Sandra Minnert (24.) und Birgit Prinz (36./66.) die Tore.

Nach dem Auftaktsieg gegen Kanada führt das deutsche Team mit sechs Punkten die Tabelle in Gruppe C vor Japan (drei Punkte) an. Im letzten Vorrundenspiel am Samstag in Washington gegen Argentinien genügt ein Unentschieden, um als Erster in der Gruppe die Vorrunde zu beenden.

"Es ist ein gutes Gefühl, hier mit zwei Siegen zu starten. Es war heute keine Glanzleistung, aber was zählt, ist das Ergebnis", sagte Spielführerin Bettina Wiegmann nach ihrem 150. Länderspiel, mit dem sie den Rekord von Lothar Matthäus egalisierte. Bundestrainerin Tina Theune-Meyer überraschte die Leichtigkeit, mit der ihre Mannschaft die Vorrundensiege holte: "Wenn man mir vorher gesagt hätte, wir gewinnen 4:1 gegen Kanada und 3:0 gegen Japan, dann hätte ich es kaum geglaubt."

Die Japanerinnen hatten ihr erstes Spiel mit 6:0 gegen Argentinien gewonnen. Deutschland tat sich in den ersten Minuten schwer gegen die Ostasiatinnen. Danach jedoch dominierte der aktuelle Europameister das Spiel. Renate Lingor scheiterte in der 9. Minute an der gut reagierenden japanischen Torfrau Nozomi Yamago. In der 23. Minute köpfte Kerstin Garefrekes an den Pfosten. Nur eine Minute später gelang Minnert das 1:0, nachdem Maren Meinert an die Latte geköpft hatte. "Der Ball fiel mir direkt vor die Füße. Da hab ich einfach draufgehalten. Ich weiß nicht mal, mit welchen Fuß", sagte Sandra Minnert, die gegen Argentinien vor ihrem 100. Länderspiel steht.

Birgit Prinz stellte mit ihren Turniertreffern zwei und drei den verdienten Endstand her. "Sie hat in ihrer unnachahmlichen Art zwei schöne Tore gemacht", lobte die Bundestrainerin den Körpereinsatz, mit dem sich die deutsche Topstürmerin gegen die Japanerinnen durchsetzte.

Um die Vorrunde auf Rang eins zu beenden genügt der deutschen Mannschaft im letzten Spiel der Gruppe C gegen die noch punkt- und torlosen Argentinien schon ein Remis. Von der Punkteteilung will Trainerin Theune-Meyer nichts wissen. "Jetzt ziehen wir durch", sagt sie. Auch Steffi Jones räumt den Südamerikanerinnen keine Außenseiterchancen ein: "Wir werden gewinnen. Die Frage ist nur, wie hoch."

Deutschland - Japan 3:0 (2:0)
1:0 Minnert (24.)
2:0 Prinz (36.)
3:0 Prinz (66.)
Deutschland: Rottenberg (FCR Duisburg) - Stegemann (Heike Rheine), Jones (1. FFC Frankfurt), Hingst (Turbine Potsdam - 72. Bresonik/FCR Duisburg), Minnert (1. FFC Frankfurt) - Garefrekes (Heike Rheine - 64. Smisek/FSV Frankfurt), Wiegmann (Brauweiler Pulheim - 78. Künzer/1. FFC Frankfurt), Lingor (1. FFC Frankfurt), Gottschlich (VfL Wolfsburg) - Meinert (Boston Breakers), Prinz (1. FFC Frankfurt)
Japan: Yamago - Yamagishi, Obe, Yano (60. Isozaki)- Kawakami, Sakai (56. Arakawa), Miyamoto, Yamamoto - Sawa - Kobayashi (56. Yanagita), Otani
Schiedsrichterin: Tortura (Brasilien)
Zuschauer: 8000
Gelbe Karten: Künzer