Gegen Griechenland: Bierhoff nur Ersatz - DER SPIEGEL
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Gegen Griechenland Bierhoff nur Ersatz

Zwar trifft Stürmer Oliver Bierhoff für seinen Verein AC Mailand wieder, dennoch wird der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft den Anpfiff des WM-Qualifikationsspiels gegen Griechenland von der Bank aus verfolgen.
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Mailand/Reinbek - Vor 60 Zuschauern im Trainingscamp Milanello erzielte Oliver Bierhoff im Testspiel seines AC Mailand gegen die Halbprofis aus dem nahe gelegenen Solbiatese fünf der insgesamt 18 Tore seiner Mannschaft. Erstmals seit seiner Wadenverletzung durfte der Stürmer dabei wieder 90 Minuten durchspielen. "Oliver braucht nur noch mehr Spielpraxis", sagte ein zufrieden wirkender AC-Trainer Alberto Zaccheroni. Bierhoff selbst hat augenscheinlich auch wieder Mut gefasst: "Es geht schon ganz gut. Mir fehlt noch etwas, aber ich hole von Tag zu Tag weiter auf."

Der Wunsch nach Spielpraxis wird dem 32-Jährigen am Samstag im Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch verwehrt bleiben. Im WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland wird nach den Worten von Teamchef Rudi Völler jene Sturmformation zum Einsatz kommen, die auch beim 4:1-Sieg gegen Spanien zu glänzen wusste: Mehmet Scholl, Carsten Jancker und Alexander Zickler, alle vom FC Bayern München. Man müsse "kein Prophet sein, um zu sagen, dass Oliver nicht von Anfang an spielt", erklärte Völler am Dienstag in Reinbek bei Hamburg, wo sich sein Team auf die Partie gegen die Griechen vorbereitet.

Am Kapitänsamt, in das Bierhoff nach der WM 1998 berufen wurde, will Völler deshalb aber nicht rütteln. "Ich sehe das ganze Thema bei weiten nicht so dramatisch wie es diskutiert wurde. Kapitän ist eine schöne Geschichte für den, der das Amt hat", sagte der Teamchef. Bierhoff hatte angekündigt, die Binde des Spielführers zur Verfügung zu stellen, sollte er auf Dauer seinen Stammplatz verlieren.