Generalkritik: Magath stänkert gegen Klinsmann - DER SPIEGEL
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Generalkritik Magath stänkert gegen Klinsmann

Felix Magath ist genervt - von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Michael Ballack. Und mit einer eigenartigen Argumentation wirft der Trainer des FC Bayern München dem DFB vor, einen seiner Spieler zu benachteiligen.
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München - Magath hat sich gegen die Kritik gewehrt, er würde bei den Bayern die deutschen Nationalspieler zu wenig einsetzen. Gerade bei Sebastian Deisler "müssen sich die Herren beim DFB auch mal an die eigene Nase fassen. Es kann nicht sein, dass man einen Spieler für so viele Spiele sperrt - und das wegen eines einzigen Fehlverhaltens in einem Bundesligaspiel", sagte der Trainer des deutschen Meisters in der "Sportbild".

Deisler hatte am 15. Bundesligaspieltag in der Partie beim VfB Stuttgart (0:0) nach einer Rangelei mit Ludovic Magnin die Rote Karte gesehen und war für drei Spiele gesperrt worden. Der Mittelfeldspieler wurde in dieser Saison bei den Bayern in 15 Spielen eingesetzt, dabei dreimal ein- und sieben Mal ausgewechselt.

Magath kritisiert den Deutschen Fußball Bund auch wegen der Art und Weise, wie die neugeschaffene Stelle des Sportdirektors besetzt worden ist. "Was mich wundert ist, dass Jürgen Klinsmann langfristige Personalentscheidungen vorschlägt, aber selbst keine Entscheidung über seine Zukunft trifft. Da frage ich mich als Außenstehender: Was soll das?", sagte Magath.

Zudem sagte Magath, im deutschen Fußball werde versucht, "die Probleme zu kaschieren, indem Konditionstrainer aus den USA oder Psychologen verpflichtet werden. Oder künftig ein Hockeytrainer damit beauftragt werden soll zu helfen." Um sportlich weiterzukommen, sei es richtig gewesen, Sammer zu verpflichten.

Genervt ist Magath auch über den Transferpoker um Bayern-Mittelfeldspieler Michael Ballack. Das Hin und Her sei auch durch die von beiden Seiten vereinbarte Frist bis zum 14. November 2005 entstanden. "Wenn ich das nicht will, dann darf ich mich nicht auf einen Termin festlegen", sagte Magath. "Weil es öffentlich wurde, kam Druck rein. Völlig unnötig."

Ein Angebot der Bayern über einen mit angeblich 36 Millionen Euro dotierten Vierjahresvertrag hatte Ballack nicht angenommen. Der Verein zog die Offerte auf der Jahreshauptversammlung am 14. November zurück. Neuerdings wird Ballack wieder mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht.

Einen Kandidaten für dessen Nachfolge hat der FC Bayern schon im Blick: Mark van Bommel, holländischer Nationalspieler, derzeit beim FC Barcelona beschäftigt und betreut von Rob Jansen, dem Berater von Bayernstürmer Roy Makaay. "Ich habe mit den Bayern gesprochen", sagte van Bommel. Magath ist bereits voll des Lobes für den Holländer, dessen Vertrag in Barcelona zum Saisonende ausläuft: "Er ist ein guter Fußballer, ein Siegertyp, dazu eine Persönlichkeit."

sge/sid/dpa

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