Gerald Asamoah Entscheidung für Deutschland
Hamburg - Gerald Asamoah hat sich entschieden. Er will lieber für die deutsche Nationalmannschaft als für sein Heimatland Ghana spielen. Der Schalker Stürmer, der im Alter von 12 Jahren von Ghana nach Hannover übergesiedelt war, hat A2-Trainer Horst Hrubesch seine Zusage für das Freundschaftsspiel gegen Frankreichs Reserve am Donnerstag in Mulhouse gegeben.
"Es wäre nicht gut, wenn ich ständig auf Achse wäre. Ich will mich in Schalke durchsetzen", begründete Asamoah seinen Entschluss damit, dass er sich die weiten Reisen nach Afrika ersparen und stattdessen sportlich weiterentwickeln will.
In einer Reihe mit Kostedde und Hartwig
Sollte der bullige Offensivmann aus Gelsenkirchen den Sprung in Rudi Völlers A-Team schaffen, wäre er der erste dunkelhäutige Nationalspieler seit William Hartwig. Der "wilde Jimmy" bestritt Anfang der Achtziger unter Jupp Derwall zwei Spiele im Nationaltrikot. Der erste farbige Nationalspieler Deutschlands war der damalige Offenbacher Erwin Kostedde, der Mitte der Siebziger dreimal für Deutschland auflief.
Der guten Nachricht durch Asamoah folgten drei schlechte. Für das Testspiel der A2-Mannschaft gegen Frankreichs Reserve muss Hrubesch auf drei Stützen verzichten. Bis Montagmittag sagten Torwart Robert Enke (Benfica Lissabon/Schulterverletzung), der Mittelfeldspieler Michael Hartmann (Hertha BSC/Sprunggelenk-Verletzung) sowie Defensivkraft Torben Hoffmann (1860 München/Achillessehnenbeschwerden) ab. Hrubesch nominierte die Unterhachinger Gerhard Tremmel und Danny Schwarz sowie Marcel Ketelaer (Hamburger SV) und Stefan Müller (SC Freiburg) für die Partie nach.