Gerets gefeuert Lautern sucht neuen Trainer
Kaiserslautern - Wie der FCK mitteilte, wurde auch Assistent Reinhard Stumpf beurlaubt. Der Belgier ist der sechste Bundesliga-Trainer in dieser Saison, der seinen Posten vorzeitig räumen musste. Gerets' Vertrag wäre jedoch ohnehin am 30. Juni ausgelaufen. Im Dezember hatte die Clubführung eine Option auf Vertragsverlängerung mit Gerets verstreichen lassen.
Doch auch bis zum Sommer wollte der Verein nicht mehr warten. "Die Eindrücke von der 1:2-Niederlage zum Rückrunden-Auftakt am Samstag bei 1860 München haben bei uns zu einem Umdenken und zu der Meinung geführt, dass schnellstmöglich eine personelle Veränderung notwendig ist", erklärte der Vorstandsvorsitzende Rene C. Jäggi, der Gerets vor anderthalb Jahren in die Pfalz geholt hatte, als er selbst zum Verein gekommen war. "Wir waren nicht mehr überzeugt davon, dass der Kampf um den Klassenerhalt in dieser Konstellation erfolgreich gestaltet werden könnte."
Die Fans haben ihren Verein schon abgeschrieben
Erst am Mittag war eine Umfrage veröffentlicht worden, der zufolge Lauterns Anhänger die Hoffnung auf den Klassenerhalt mehrheitlich bereits aufgegeben haben. Nach Angaben des Südwestrundfunks glaubten lediglich 46 Prozent der FCK-Fans noch an den Verbleib des viermaligen deutschen Meisters in der ersten Liga.
Bis zum Bundesligaspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln will der Club einen Nachfolger für Gerets präsentieren. Der 49-Jährige war am 4. September 2002 zu den Pfälzern gekommen und hatte sie in der vergangenen Saison vor dem Abstieg bewahrt. Zudem führte er sie in das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München. "Dadurch wird Erik Gerets den Fans und der gesamten Region sehr positiv in Erinnerung bleiben, und diese schwierige, aber auch sehr schöne gemeinsame Zeit machte den jetzt vollzogenen Schritt nicht leichter", sagte Jäggi.
In dieser Spielzeit haben sich die Hoffnungen des FCK auf eine bessere Bundesliga-Saison nicht erfüllt. Nach nunmehr fünf Spielen ohne Sieg und zum Teil schlechten Leistungen rutschten die Lauterer auf den 16. Rang ab. Noch in der Winterpause hatte Gerets seine Mannschaft aufzuwecken versucht, indem er die drei Profis Steffen Freund, Markus Anfang und Thomas Hengen aus dem Kader verbannt hatte. Doch die "Roten Teufel" knüpften beim Spiel am Samstag beim TSV 1860 München an die schwachen Leistungen aus der Hinrunde an.