Gladbach - Cottbus Energie ermauert sich einen Punkt
Mönchengladbach - Im ersten Bundesliga-Duell beider Teams kam der Aufsteiger Mönchengladbach trotz klarer Überlegenheit am Sonntag gegen Cottbus nicht über ein 0:0 hinaus und wartet weiter auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse seit dem 1:0 zum Saisonauftakt gegen Bayern München.
Die seit zehn Spielen sieglosen Lausitzer durften den Punktgewinn nach einer 90-minütigen Abwehrschlacht als Erfolg verbuchen. Negativer Höhepunkt der Partie vor der Saison-Minuskulisse von 27.800 Zuschauern am Gladbacher Bökelberg war der Feldverweis für den Gladbacher Peter Nielsen nach knapp einer Stunde wegen groben Foulspiels.
"Das beste an diesem Spiel ist der Punktgewinn", analysierte Gästetrainer Eduard Geyer den Auftritt seiner Elf, die auch in Überzahl nicht von ihrem Angsthasenfußball abrückte. "Wir hatten zu viele Hosenscheißer in der Truppe, keiner wollte den Ball haben", formulierte Energie-Kapitän Christian Beeck gewohnt drastisch, "wir sind hochzufrieden mit dem Punkt."
Die Cottbusser Abwehr stand sicher
Nach druckvollem Beginn liefen sich die Gladbacher schnell an dem Abwehrbollwerk der Gäste fest. Zu viel ging durch die Mitte, wo meistens acht Cottbuser standen. Trotz drückender Überlegenheit boten sich nur wenige Chancen für die Hausherren, bei denen Arie van Lent erstmals wieder von Beginn an stürmte. "Es ärgert mich unheimlich, dass wir wieder nur einen Punkt geholt haben. Es ist zum Verzweifeln", klagte der erfolglose Gladbacher Angreifer.
Die Gäste, die neben Libero Vilmos Sebök (Schulterverletztung) und Stürmer Franklin (Knieprobleme) kurzfristig auch noch Regisseur Vasile Miriuta (Adduktorenverletzung) ersetzen mussten, kamen nur selten aus der eigenen Hälfte heraus, waren dabei aber stets gefährlich. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatte Laurentin Raghecampf, der in der 33. Minute nur den Pfosten traf, nachdem er Gladbachs Torwart Jörg Stiel bereits ausgespielt hatte.
Gladbach war zu ideenlos
Auf der Gegenseite zeichnete sich Energie-Keeper Tomislav Piplica gleich mehrfach aus. Zunächst parierte der Bosnier einen Kopfball von Peter van Houdt und van Lents Nachschuss (11.), dann entschärfte er einen Freistoß von Markus Münch (39.). Als der stark aufspielende Ivo Ulich im Nachsetzen zu Fall kam, entschied Schiedsrichter Peter Sippel auf Schwalbe statt Elfmeter.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Partie an Härte zugenommen und war mehr von vielen Fouls als spielerischen Höhepunkten geprägt. Dabei hatte der Gladbacher Markus Hausweiler nach einer Attacke gegen Bruno Akrapovic Glück, dass er von Schiedsrichter Peter Sippel nur Gelb sah. Nicht so glimpflich kam Hausweilers Mannschaftskollege Peter Nielsen nach einem rüden Foul an Sebastian Helbig davon, das der Münchner Unparteiische zu Recht mit Rot ahndete. Kurz vor Schluss rettete Piplica bei einer Chance von Sladan Asanin Cottbus den Punkt.
Borussia Mönchengladbach - Energie Cottbus 0:0
Mönchengladbach: Stiel - Eberl, Asanin, Pletsch, Münch - Hausweiler, Nielsen, Ulich (83. Stassin) - Korzynietz (64. Mieciel), van Lent, van Houdt
Cottbus: Piplica - da Silva - Hujdurovic, Beeck, Scherbe - Reghecampf, Kaluzny, Akrapovic (64. Vincze), Kobylanski - Helbig (69. Brasilia), Topic (87. Labak)
Schiedsrichter: Sippel (München)
Zuschauer: 27.800
Gelbe Karten: Eberl (4), Hausweiler (2), Ulich / Helbig (4), Akrapovic (2)
Rote Karte: Nielsen (Mönchengladbach, 57.) wegen groben Foulspiels