Haching - Werder 0-0: Wieder vernebelter Kick - DER SPIEGEL
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Haching - Werder 0-0 Wieder vernebelter Kick

Mit einer trostlosen Unentschieden haben sich Unterhaching und Bremen in die Winterpause der Fußball-Bundesliga verabschiedet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Unterhaching - Bei eisigen Temperaturen im Hachinger Sportpark boten beide Teams in der Nachholpartie des 15. Spieltages nur wenig Erwärmendes. Die seit nunmehr fünf Auswärtsspielen sieglosen Bremer hatten zwar zu Beginn der Partie die zwingenderen Tormöglichkeiten, einen Sieger hatte die Begegnung aber dennoch nicht verdient. Beide Klubs gehen mit großen Abstiegssorgen in das neue Jahr.

Vor 8500 Zuschauern starteten die Bremer sehr stark. Nationalspieler Marco Bode prüfte Unterhachings Keeper Gerhard Tremmel bereits in der ersten Minute. Nur 60 Sekunden später verfehlte der Namibier Razundara Tjikuzu aus 16 Metern Distanz den Führungstreffer überaus knapp.

Beide Mannschaften brachten keine Linie in ihr Spiel

Doch auch die Platzherren versteckten sich in der Anfangsphase keineswegs. Oliver Straube (8.) und Kapitän Matthias Zimmermann (17.) hatten auf Hachinger Seite die besten Chancen. Danach verflachte die Begegnung jedoch zusehends. Beide Mannschaften brachten keine Linie mehr in ihr Spiel und waren vor allem mit der Sicherung des eigenen Tores beschäftigt.

In der zweiten Halbzeit bemühte sich dann vor allem die Spielvereinigung und hatte auch mehr Spielanteile. Doch sowohl Jan Seifert (59.) als auch Libero Alexander Strehmel (60.) konnten den Ball nicht im Tor unterbringen.

Bremen musste auf sechs Leistungsträger verzichten

Während Unterhaching personell weitgehend aus dem Vollen schöpfen konnte, musste Bremen auf sechs Leistungsträger verzichten, darunter die gesperrten Rade Bogdanovic und Mladen Krstajic. Zudem fehlten die Stürmer Ailton und Claudio Pizzaro sowie Kapitän Frank Baumann und Raphael Wicky. Die nicht einsatzfähige Akteure verfolgten daher aus Solidarität mit den zur Zeit arg verärgerten Fans das Spiel von der Tribüne aus.

"Ich bin hier überflüssig wie ein Kropf"

Ähnlich sauer wie die Werder-Anhänger war nach dem Spiel Bremens Spielmacher Andreas Herzog. "Ich bin hier überflüssig wie ein Kropf", bellte der Österreicher, der nach 68 Minuten ausgewechselt worden war. Kein Trost für den 32-Jährigen, der sich an der Seitenlinie mit Coach Schaaf ein lautes Wortgefecht geliefert hatte, war da die Erkenntnis, dass "im Vergleich zu den letzten Spielen die kämpferische Leistung wieder gestimmt hat".

Herzog stellte Überlegungen an, ob eine Trennung für beide Seiten vielleicht das Beste wäre. Der Regisseur ging mit seiner eigenen Leistung selbst hart ins Gericht und bezeichnete die Situation als "total unbefriedigend" für sich und den Verein.

Eigentlich hätte das Spiel bereits am 1. Dezember dieses Jahres stattfinden sollen. Damals hatte Schiedsrichter Hartmut Strampe aus Handorf, der auch diesmal angesetzt worden war, das Spiel wenige Minuten vor Anpfiff wegen dichten Nebels absagen müssen.

Von Christian Pfennig, sid


SpVgg Unterhaching - Werder Bremen 0:0
Unterhaching: Tremmel - Strehmel - Hendrik Herzog, Seifert - Haber, Schwarz, Zimmermann, Straube - Breitenreiter (88. Garcia) - Zdrilic (57. Spizak), Rraklli (57. Novak)
Bremen: Rost - Tjikuzu, Skripnik, Ernst, Schierenbeck - Maximow, Eilts, Frings, Stalteri - Andreas Herzog (68. Dabrowski) - Bode
Schiedsrichter: Strampe (Handorf)
Zuschauer: 8500
Gelbe Karte: Hendrik Herzog (2)

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