Hamburger SV "Hammer Ali" darf ablösefrei gehen
Hamburg - Der seit Mitte September aussortierte Topverdiener - geschätztes Jahresgehalt: zwei Millionen Euro - hatte dem Fußball-Bundesligisten ein Ultimatum bis Montag gestellt, sich eindeutig zu äußern, ob der Club noch mit ihm plane. Anderenfalls wolle er seinen Vertrag bis 2004 aussitzen, hatte Albertz gedroht.
"Wir werden ihm dieses Schriftstück ausstellen", sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer am Donnerstagnachmittag, "der Trainer baut nicht mehr auf ihn. Also haben wir gemeinschaftlich beschlossen, dass er gehen kann." Diese Entscheidung sei keine Reaktion auf Albertz' Ultimatum, so Beiersdorfer. "Er hat wohl gedacht, er müsse da noch etwas Wirbel machen, aber wir lassen uns doch nicht fremdbestimmen."
Anfang vergangener Saison war Albertz von den Glasgow Rangers nach Hamburg zurückgeholt worden, konnte aber den hohen Erwartungen an der Elbe schon unter Trainer Frank Pagelsdorf nicht gerecht werden. Unter Kurt Jara sitzt der 31-Jährige seit zehn Wochen nur noch auf der Tribüne. Eine Rückkehr zu den Rangers wird allerdings ausgeschlossen. Auch habe sein Berater noch keinen Kontakt zu anderen Vereinen aufgenommen.
Albertz ist der prominenteste Spieler aus dem zurzeit 28-köpfigen HSV-Kader, der in Jaras Überlegungen keine Rolle mehr spielt und den Club verlassen soll. Auch Marek Heinz, der Österreicher Richard Kitzbichler und Torwart Carsten Wehlmann stehen auf der Streichliste und können sich einen neuen Verein suchen. "Ich bin mir mit dem Trainer einig, dass unser Kader zu groß ist", sagte Beiersdorfer.