Hamburger SV trennt sich von Markus Gisdol - DER SPIEGEL
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HSV-Trainer seit 1997: Von Pagelsdorf bis Gisdol

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images

Nach Köln-Pleite Hamburger SV trennt sich von Trainer Gisdol

Der 17. Tabellenplatz ist zu wenig, die Niederlage gegen Schlusslicht Köln zu viel: Markus Gisdol muss beim Hamburger SV gehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Markus Gisdol und der Tabellenvorletzte der Bundesliga gehen getrennte Wege: Der Hamburger SV hat seinen Trainer freigestellt. Das hat Gisdol selbst bestätigt. Der Klub äußerte sich anschließend auf Twitter. Ein Nachfolger wurde zunächst nicht bekannt.

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Die Niederlage gegen das Liga-Schlusslicht 1. FC Köln am Samstag war das sechste sieglose Spiel des HSV in Serie. Mit 15 Punkten aus 19 Spielen ist der Klub Vorletzter. Es drohte der erste Abstieg der Vereinsgeschichte. In den Jahren 2014 und 2015 hatte sich Hamburg in der Relegation vor dem Gang in die zweite Liga gerettet.

Der 48-Jährige hatte den Verein im September 2016 übernommen und in einer turbulenten Spielzeit vor dem Abstieg gerettet. Allerdings gelang es Gisdol in dieser Saison nicht, den HSV weiter zu stabilisieren. Aktuell hat der Klub einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz, Mainz steht auf dem ersten Nichtabstiegsplatz sogar fünf Punkte vor Hamburg. "Ich hätte hier gerne weiter gearbeitet", sagte Gisdol zur Trennung: "Aber ich muss die Entscheidung akzeptieren."

Als Nachfolger werden Kandidaten wie Bernd Hollerbach, die ehemaligen HSV-Profis Felix Magath und Thomas Doll und auch Ex-Coach Bruno Labbadia gehandelt. Sie würden eine schwierige Aufgabe antreten: Der Nordklub hat vor allem in der Offensive große Probleme und schoss in dieser Saison erst 15 Tore (eine Analyse zur sportlichen Situation lesen Sie hier).

Heribert Bruchhagen sagte zur Trennung: "Wir glauben, dass neue Impulse zwingend notwendig sind, um das nach wie vor angestrebte Ziel Klassenerhalt zu erreichen." Neben Gisdol müssen auch die Co-Trainer Frank Fröhling und Frank Kaspari gehen.

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HSV-Trainer seit 1997: Von Pagelsdorf bis Gisdol

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Ein weiterer Grund für die Misere beim HSV ist die Transferpolitik. Millioneneinkauf André Hahn ist bislang keine Verstärkung (zwei Tore in 17 Spielen), die teure Vertragsverlängerung von Stürmer Bobby Wood zahlte sich ebenfalls nicht aus.

Auch die Entwicklung von Michael Gregoritsch hat Sportchef Jens Todt unter Druck gesetzt. Der frühere Hamburger ging im Sommer für angeblich fünf Millionen Euro nach Augsburg und schoss dort acht Tore in 18 Spielen.

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In der Bundesliga muss der HSV am kommenden Samstag nach Leipzig (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Danach warten die Spiele gegen Hannover 96, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

jan