Heimniederlage Real Madrid patzt nach Videostudium
Madrid - Real unterlag im heimischen Bernabeu-Stadion Celta Vigo mit 2:3 (2:2) und verpatzte damit auch seine Generalprobe für den Auftakt der Champions League am Dienstag beim französischen Meister Olympique Lyon. Das Siegtor für Vigo fiel vor 80.000 Zuschauern jedoch äußerst umstritten. Der Ball soll nach dem Schuss von Vigos Cannobio in der 78. Minute hinter der Torlinie gewesen sein.
Dabei sah es zunächst nach einem standesgemäßen Erfolg der Madrilenen aus. Ronaldo glich in der 37. Minute per Foulelfmeter die Celta-Führung durch Pablo Contreras (7.) aus. Neuzugang Julio Baptista erzielte zwei Minuten vor der Halbzeit sogar die Führung für die Hausherren, die allerdings nicht lange Bestand hatte. Antonio Nunez gelang mit dem Halbzeitpfiff im Nachschuss eines zuvor von Ikar Casillas gehaltenen Foulelfmeter das 2:2.
Auch Trainer Luxemburgo hatte in der Halbzeit alles getan, um das erste Heimspiel der Madrilenen zu einem Erfolg werden zu lassen. Der 53-Jährige führte seinen Stars beim Halbzeit-Stand von 2:2 in der Kabine Fernsehbilder aus dem ersten Durchgang vor, die eine eigens beauftragte Produktions-Firma zuvor hergestellt hatte. Dabei machte Luxemburgo Ronaldo und Co. auf deren Fehler aufmerksam und diskutierte mit den Profis die Taktik. Genutzt hat es allerdings nicht viel.
Schon in der Vergangenheit hatte Luxemburgo mit ungewöhnlichen Methoden oder Forderungen für Aufsehen gesorgt. So kommuniziert der Brasilianer gerne mit seinem meist auf der Tribüne sitzenden Co-Trainer Marcos Teixeira per Funkgerät. Auf der Trainer-Tagung der Europäischen Fußball-Union schlug der Südamerikaner unter dem Beifall seiner meisten Kollegen unlängst vor, einen Spieler je Mannschaft künftig mit einem Knopf im Ohr für die Erteilung von Anweisungen auszustatten.
Celta Vigo führt derweil in der Primera División ungeschlagen die Tabelle mit sechs Punkten an. Real belegt nach der Niederlage mit drei Punkten Rang acht.