Herbergers Assistent: Albert Sing gestorben - DER SPIEGEL
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Herbergers Assistent Albert Sing gestorben

Der ehemalige Nationalspieler und Assistent von Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger, Albert Sing, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Der frühere Spieler der Stuttgarter Kickers absolvierte neun Spiele im Nationalteam und trainierte zwei Bundesligisten
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Hamburg - Sing starb in Origlio in der Schweiz nach kurzer, schwerer Krankheit. Er wurde 91 Jahre alt. In den dreißiger und vierziger Jahren spielte er für die Stuttgarter Kickers. Zwischen 1940 und 1942 absolvierte Sing neun Spiele für die deutsche Nationalmannschaft und erzielte dabei das 500. Tor in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) - im Spiel gegen Ungarn.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte Sing als Spielertrainer in die Schweiz. Während der Weltmeisterschaft 1954 war er Assistent von Trainer Sepp Herberger. Er wählte das Mannschaftsquartier am Thuner See für die spätere Weltmeistermannschaft aus.

Mit Young Boys Bern holte Sing viermal nacheinander den Meistertitel in der Schweiz, zweimal den Pokal und erreichte in der Saison 1958/1959 sogar das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister. Dieses verlor Bern allerdings gegen Stade de Reims. Sing trainierte von 1950 bis 1965 zudem die Grasshopper Zürich, den FC St. Gallen, FC Luzern und FC Lugano.

1967 rettete Sing den VfB Stuttgart vor dem Abstieg in die zweite Liga, konnte dies aber in seiner zweiten Amtszeit 1974/1975 nicht verhindern. Dazwischen arbeitete er in der Saison 1967/1968 beim TSV 1860 München.

Sing galt als sehr autoritärer Trainer. So schickte er in seiner Zeit bei Stuttgart den Franzosen Gilbert Gress wegen dessen langer Haare zum Friseur. Nachdem Sing wegen einer Kriegsverletzung die Arbeit als Trainer 1975 aufgeben musste, kehrte er in die Schweiz zurück und war dort als Vereinsberater tätig.

met/dpa/sid