Bundesliga Hertha bleibt im Olympiastadion
Hertha-Fans im Berliner Olympiastadion
Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERSDer Streit zwischen Hertha BSC und dem Berliner Senat um die Nutzung des Olympiastadions ist beigelegt. Wie der Bundesligist mitteilte, haben sich Klub und Betreibergesellschaft auf einen neuen Mietvertrag geeinigt. Die Laufzeit soll nach Informationen der "Berliner Morgenpost" acht Jahre betragen.
"Ich freue mich, dass wir in intensiven Verhandlungen in den wichtigen Punkten Laufzeit, Miethöhe und Cateringrechte Einigung erzielen konnten. Das bedeutet Klarheit in diesem wichtigen Thema und damit Planungssicherheit", sagte Herthas Vereinspräsident Werner Gegenbauer.
Konkrete Vertragsinhalte wurden jedoch noch nicht öffentlich gemacht, das könnte am Abend bei der Mitgliederversammlung der Hertha passieren. Nach der Regelung letzter Detailfragen werden "die Eckpunkte in einen Vertragsentwurf einfließen, der dann der Zustimmung der Gremien von Hertha BSC und der Olympiastadion Berlin GmbH bedarf", heißt es in einer Mitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
Hertha will Plan über Fußballstadion weiter verfolgen
Um den neuen Vertrag ab 2017 hatte es heftigen Streit gegeben. Der Senat wollte die Stadionmiete verdoppeln und die Laufzeit auf 15 Jahre ausdehnen. Hertha verkündete im Gegenzug Pläne über den Bau einer neuen Fußballarena. Der Tabellensiebte der abgelaufenen Saison muss mit knapp vier Millionen Euro bislang eine vergleichsweise niedrige Miete zahlen.
Trotz der Einigung will der Hauptstadtklub an den Plänen eines reinen Fußballstadions festhalten und erteilte seiner Geschäftsführung den Auftrag, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Hertha spielt seit 1963 im Olympiastadion. Kritik gibt es dort immer wieder an der Stimmung, weil die zur WM 2006 sanierte Arena häufig nur zur Hälfte gefüllt ist und die Fans durch die Laufbahn zu weit vom Spielfeld entfernt sind.