Hertha - Köln 4-2: Berlin siegt mit 50-Meter-Tor - DER SPIEGEL
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Hertha - Köln 4-2 Berlin siegt mit 50-Meter-Tor

Zwei Minuten reichten den Berlinern, um gegen Köln einen 0:2-Rückstand wieder umzubiegen. Der Brasilianer Alves schoss bei der Aufholjagd vom Anstoßpunkt aus das Tor des Jahres.
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Berlin - Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat Trainer Jürgen Röber mit einem torreichen Jubiläumsgeschenk vorerst aus der Kritik gezogen. Am Samstag bezwangen die Berliner den Aufsteiger 1. FC Köln mit. 4:2 (3:2) und blieben bei Röbers 150. Spiel auf der Hertha-Bank ohne Punktverlust. Allerdings kassierten die Gastgeber vor 37.714 Zuschauern im Berliner Olympiastadion nach 293 Minuten im vierten Heimspiel das erste Gegentor durch Archill Arweladse (23. Minute). Nach dem 0:2 durch Dirk Lottners verwandelten Foulelfmeter (28.) drehte Hertha aber durch Alex Alves (28.), Michael Preetz (29.) und Dariusz Wosz (45.und 46.) das Spiel.

Dabei demonstrierten die Berliner Profis, dass die am Donnerstag von Mannschaftskapitän Michael Preetz vorgetragene Erklärung kein Lippenbekenntnis war. Im Auftrag der Mannschaft hatte der 33-Jährige sich für den peinlichen Auftritt beim 2:5 gegen die SpVgg Unterhaching entschuldigt. "Mit einer engagierten Leistung wollen wir die Scharte auswetzen und verlorenen Kredit zurückgewinnen", lautete die Parole des Stürmers.

Zunächst ging das Spiel aber so weiter, wie es in der Münchner Vorstadt aufgehört hatte. Eine verunglückte Eingabe von Kapitän Lottner verwertete der georgische Stürmer Arweladse zur glücklichen Gäste-Führung. Nur fünf Minuten später stoppte Berlins Torhüter Gabor Kiraly den agilen Arweladse mit unfairen Mitteln im Strafraum; Lottner ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen und verwandelte eiskalt.

Doch vom Anstoßpunkt aus eröffnete Alves mit einem Traumtor die Aufholjagd. Mit viel Effet brachte der Brasilianer den Ball aus 50 Metern im Kölner Tor unter. Torwart Markus Pröll, der von der Sonne geblendet war, machte dabei keine glückliche Figur. Trainer Röber sagte nach dem Spiel: "Das Tor von Alex Alves vom Anstoßpunkt habe ich so noch nie gesehen. Das war schon frech, aber die richtige Antwort." Eine Minute später war es Kapitän Preetz, der seine erste Chance in einen Torerfolg zum schnellen Ausgleich verwertete.

Um den Seitenwechsel herum kam dann die Zeit von Dariusz Wosz. Die "Zaubermaus" erzielte nach einem Eckball kurz vor der Pause die erstmalige Führung. Nur 50 Sekunden nach Wiederanpfiff setzte der frühere Bochumer mit einem Gewaltschuss den Ball unter die Latte. Damit war schon frühzeitig der Widerstand der Gäste gebrochen. Michael Hartmann hatte in der 69. Minute sogar noch das 5:2 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend vor Pröll.

Von Thomas Flehmer, dpa

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