Hoeneß-Attacke: "Klinsmann ist ein Schauspieler" - DER SPIEGEL
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Hoeneß-Attacke "Klinsmann ist ein Schauspieler"

Uli Hoeneß ist für seine schonungslose Art bekannt. Die hat jetzt auch Jürgen Klinsmann zu spüren bekommen. Der Bayern-Manager zweifelt daran, dass der ehemalige Nationalspieler die richtige Besetzung für den Bundestrainerposten ist. Mittlerweile hat sich auch Franz Beckenbauer eingeschaltet.
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München - "Ob das mit Klinsmann gut geht, weiß man nicht", sagte Hoeneß der "Zeit". Die Berufung Klinsmanns zum Bundestrainer sei nur "aus der Not geboren", ergänzte Hoeneß. Nach dem Rücktritt von Teamchef Rudi Völler nach der EM 2004 seien "ganz andere Herren im Gespräch" gewesen - nämlich Otto Rehhagel und Lothar Matthäus.

Im Übrigen hält der Bayern-Manager Klinsmann für einen "sehr guten Schauspieler und einen guten Verkäufer seiner Person". Seinen Kontrakt mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) habe der 40 Jahre alte Schwabe aber gut ausgehandelt. "Er hat ja nur einen Vertrag bis 2006. Wenn es gut geht, ist er der Held - und wenn es schlecht geht, geht er wieder nach Kalifornien", sagte Hoeneß.

Einen guten Tipp, wie Klinsmann zum Held werden kann, hat der 53-Jährige ebenfalls parat: "Was uns immer ausgezeichnet hat und teilweise bis heute auszeichnet, ist, dass wir nie aufgeben. Jürgen Klinsmann wird nächstes Jahr nur etwas putzen, wenn es ihm gelingt, eine Mannschaft zusammenzustellen, die diese Fähigkeit hat", ist Hoeneß überzeugt.

Beckenbauer: "An einen Tisch setzen"

Damit geht der Streit zwischen dem FC Bayern und Jürgen Klinsmann in die nächste Runde. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung standen in dieser Woche die Münchner Nationalspieler Michael Ballack und Sebastian Deisler. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hatte mehr Einsätze für Deisler bei den Bayern verlangt und ihm sogar einen Wechsel zum Hamburger SV nahe gelegt.

Bayern-Coach Felix Magath konterte daraufhin mit der Forderung, Klinsmann solle beim Confederations Cup auf Michael Ballack verzichten. Der Kapitän der Nationalelf bekomme ansonsten mit Blick auf die WM 2006 zu wenig Regenerationszeit, mahnte Magath.

Bevor der Streit eskaliert, schaltete sich jetzt Franz Beckenbauer ein. "Felix Magath und die Verantwortlichen des FC Bayern sollten sich schnell mit Jürgen Klinsmann an einen Tisch setzen, damit aus dem Geplänkel kein handfester Streit wird", sagte der Präsident des FC Bayern.