Hooligans Erste Abweisungen an den Grenzen
Brüssel - In Belgien und den Niederlanden ist es am Samstag vor Beginn der Fußball-EM zu ersten Verhaftungen von Hooligans gekommen. In Brüssel fassten belgische Polizeieinheiten zwei mutmaßliche Randalierer aus England und lieferten sie umgehend ins französische Lille aus, von wo aus sie von den englischen Behörden wieder auf die Insel gebracht werden sollen. Folgen wird den zwei Hooligans ein weiterer Engländer, der in betrunkenem Zustand im niederländischen Hoek van Holland aufgegriffen wurde.
Im Südosten von Belgien wiesen die Sicherheitsbehörden nach Behördenangaben außerdem bereits zahlreiche Deutsche ab, die über den Grenzübergang bei Lichtenbusch ins Land einreisen wollten. Dabei handelte es sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters um bereits bekannte Hooligans, die in deutschen Stadien "Hausverbot" haben und denen eine Reise ins Ausland während des Tuniers untersagt worden war.
An weiteren Übergängen zu den beiden EM-Gastgeberländern verweigerten belgische und niederländische Grenzschützer nach Angaben des englischen Innenministeriums bis Samstagabend insgesamt 25 mutmaßlichen Randalierern aus dem Fußball-Mutterland die Einreise. Berichte über Ausschreitungen an den Grenzen oder in den beiden Euro-Ländern lagen bis zu Beginn des EM-Eröffnungsspiels in Brüssel zwischen Belgien und Schweden nicht vor.
Wegen Schwarzmarkthandels hatte die belgische Polizei bereits am Samstagnachmittag in Brüssel bereits zwei Deutsche und zwei Peruaner festgenommen, die Karten für das Eröffnungsspiel verkaufen wollten. Im Besitz des Quartetts befand sich neben 20 Tickets und umgerechnet rund 25.000 Mark auch eine Pistole, berichtete Polzeisprecher Christian De Konick. Später wurde auch noch ein Franzose ebenfalls wegen Schwarzmarkthandels in Gewahrsam genommen.