Hoyzer-Anwalt "Was der DFB gemacht hat, war eine Hinrichtung"
Braunschweig - Es habe sich ein möglicher Tatort gefunden, der nicht der Wohnort des Schiedsrichters in Salzgitter sei, erklärte Behördensprecher Joachim Geyer. Ob es sich dabei um Berlin handele, wo Hoyzer als Schiedsrichter gemeldet war, wollte der Sprecher zunächst nicht bestätigen. Geyer betonte, dass es sich nach wie vor um Vorermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs und nicht um ein förmliches Ermittlungsverfahren handele.
Hoyzers Anwalt übte unterdessen scharfe Kritik am DFB. "Was der DFB am Freitag mit meinem Mandanten bei der Vernehmung gemacht hat, war keine Untersuchung, sondern eine Hinrichtung", sagte Holthoff-Pförtner der "Neuen Ruhr/Neue Rhein Zeitung". In der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" kritisierte der als Anwalt Helmut Kohls bekannt gewordene Essener Jurist die öffentliche Vorverurteilung Hoyzers und forderte den DFB auf, stichhaltige Beweise vorzulegen.
Hoyzer sagte dem Sender TV Berlin, er habe sich um juristischen Beistand bemüht, damit bewiesen werde, "was passiert ist". Dass er wieder als Schiedsrichter tätig sein werde, schloss er nicht aus. Jeder, der viel Zeit in den Sport investiert und ihm viel untergeordnet habe, würde sich natürlich wünschen, wieder den Weg zurück zu finden.