Hoyzer-Aussage Torwart Eckstein bestreitet Manipulation
Hamburg - Der Präsident des Oberligisten ZFC Meuselwitz, Hubert Wolf, sagte im MDR 1 Radio Thüringen, Eckstein habe ihm gegenüber erklärt, Hoyzers Aussagen entbehrten jeder Grundlage. Öffentlich will sich der Torwart zu den Vorwürfen erst dann äußern, wenn sein Anwalt Einsicht in die Akten bekommen habe. Eckstein war nach dem Ende der vergangenen Saison von Sachsen Leipzig nach Meuselwitz gewechselt.
Hoyzer hatte in den Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft Berlin ausgesagt, dass auch das Regionalligaspiel Sachsen Leipzig gegen Dynamo Dresden (1:3) vom 9. Mai 2004 manipuliert worden sei. Dies bestätigte Endrik Wilhelm, der Torwart Ignjac Kresic vom inzwischen in der zweiten Liga spielenden Club Dynamo Dresden vertritt.
Laut Wilhelm belaste Hoyzer Eckstein schwer. Dieser sei für die "Spielbeeinflussung" verantwortlich. Der damalige Leipziger Torwart war nach einer schwachen Leistung beim Spielstand von 0:3 vom Platz gestellt worden. Eckstein hatte den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand gespielt. "Ich hatte Einblick in die kompletten Vernehmungsakten von Hoyzer", sagte Wilhelm.
Schiedsrichter der Begegnung vor über 21.000 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion war nicht Hoyzer, sondern Thorsten Kienhöfer aus Herne. Hoyzer wird vom DFB-Sportgerichtsvorsitzenden Rainer Koch im Beisein des Vorsitzenden des Kontrollausschusses, Horst Hilpert, am Freitag erneut verhört. Dies soll noch vor der Verhandlung (12.30 Uhr) zum Einspruch gegen die Wertung des Pokalspiels Paderborn gegen den Hamburger SV (4:2) stattfinden.