Neuer Trainer HSV bestätigt Slomka-Verpflichtung
Neuer HSV-Trainer Slomka: Vertrag bis 2016
Foto: Oliver Hardt/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Der Hamburger SV hat Mirko Slomka als neuen Trainer offiziell bestätigt. Der 46-Jährige soll den krisengeschüttelten HSV vor dem erstmaligen Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. "Ich freue mich, Ihnen hier heute Mirko Slomka als neuen Trainer vorstellen zu können", sagte der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow. Man habe erst am Sonntag begonnen, mit Slomka und dessen Berater zu verhandeln.
Slomka löst Bert van Marwijk ab. Der Niederländer war am Samstagabend nach der 2:4-Niederlage beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig beurlaubt worden. Slomka soll beim Tabellen-17. aus Hamburg einen Vertrag bis 30. Juni 2016 erhalten. Der Kontrakt soll auch für die Zweite Bundesliga gelten.
Slomka sagte bei seiner Vorstellung, er wolle am Samstag gegen Vizemeister Borussia Dortmund eine "richtig gute Partie" abliefern. "Jetzt gilt es, einen guten Auftakt zu haben", sagte der neue Coach. Er freue sich sehr auf diese Aufgabe, der HSV sei ein großartiger Verein, "auch mit einer tollen Mannschaft. Wir sind uns alle einig, dass der HSV eigentlich in Deutschland unter die Top 5 gehören sollte", so Slomka. Derzeit steht der HSV auf dem vorletzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga.
Fünf Aufsichtsräte geben auf
Mitten in der Krise droht nun auch noch der Aufsichtsrat auseinanderzubrechen: Nach übereinstimmenden Medienberichten haben bereits fünf Mitglieder des obersten Kontrollgremiums ihren Rücktritt erklärt. Damit sind aus dem Gremium nur noch sechs Räte im Amt.
Die Zukunft des Vorsitzenden Jens Meier war zunächst weiter unklar. Um geschäftsfähig zu sein, muss der Rat mindestens aus vier gewählten Mitgliedern bestehen.
Auch der ehemalige Vorsitzende Manfred Ertel schmiss hin. "Ich habe mich in den letzten Tagen manipuliert, instrumentalisiert und genötigt gefühlt", schrieb Ertel bei Facebook: "Ich bin unter Vortäuschung falscher Tatsachen in eine Personaldebatte über eine mögliche Zusammenarbeit mit Felix Magath getrieben und anschließend durch gezielte Indiskretionen über Medien, durch die Verbreitung von Halbwahrheiten und auch Fehlinformationen genötigt worden, der Personalie um jeden Preis zuzustimmen."