HSV in München: Mit Trochowski gegen den Fluch - DER SPIEGEL
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HSV in München Mit Trochowski gegen den Fluch

Wenn der Hamburger SV heute Abend zum Rückrundenauftakt beim FC Bayern München antritt, wird es für die Norddeutschen wieder der Kampf gegen eine unheimliche Serie: Seit fast 23 Jahren hat der HSV nicht mehr im Olympiastadion gewonnen. Die Hoffnung auf ein Wunder nährt dabei ausgerechnet ein Ex-Bayer: Piotr Trochowski.
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Hamburg - Unter seinem ehemaligen Trainer Felix Magath fristete der 20-jährige Juniorennationalspieler ein trauriges Dasein im Schatten der großen Stars. In der gesamten Hinrunde kam der begabte Mittelfeldspieler, der insgesamt fünfeinhalb Jahre das Bayern-Trikot trug, zu keinem einzigen Einsatz.

Beim HSV, der ihn in der Winterpause für knapp eine Million Euro verpflichtete, ist der 1,68 Meter große gebürtige Pole jedoch erste Wahl. Und zwar von Anfang an. "Er ist bis in die Haarspitzen motiviert, muss aber weder einem Magath, Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge etwas beweisen", sagte Thomas Doll vor dem Duell beim Rekordmeister (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Die Zielvorgabe des HSV-Coaches ist dabei klar: "Wir wollen offensiv spielen, drei Punkte holen und uns vor einem Millionenpublikum bestmöglich präsentieren."

Inwieweit der in die Kritik geratene und zuletzt angeschlagene Angreifer Emile Mpenza diesem Vorhaben entscheidende Impulse geben kann ist unklar. Die Hamburger Angriffsformation werden deshalb vermutlich Naohiro Takahara und Sergej Barbarez bilden.

Noch mehr Sorgen wegen der Personalsituation im Angriff hat Magath. Ob Claudio Pizarro (Knieprellung), Paolo Guerrero (Leistenzerrung) und Roque Santa Cruz (Achillessehnenreizung) spielen werden ist noch offen. Die drei Stürmer konnten in den vergangenen Tagen nur eingeschränkt trainieren. Als Alternative kann sich der nach fast zweijähriger Verletzungspause wieder genesene Alexander Zickler Hoffnungen machen, an der Seite des gesetzten Roy Makaay zum Einsatz zu kommen.

Definitiv verzichten muss Bayern auf Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, der wegen einer Gelbsperre fehlt. Aus gleichem Grund fällt beim HSV Mittelfeldspieler Stefan Beinlich aus. Verteidiger Khalid Boulahrouz pausiert wegen einer Kapselzerrung in der Schulter.

Geht es nach Magath, will sich Bayern München nicht vom Titelkurs abbringen lassen. "Wir sind froh, dass es endlich losgeht. Alle bei uns sind heiß darauf, die drei Punkte zu holen." Die Statistik spricht für den Herbstmeister. Der HSV baut auf seine weiße Auswärtsweste unter Doll - und auf Neuzugang Trochowski.