HSV - Stuttgart Jara kann den Absturz nicht stoppen
Hamburg - Der Hamburger SV hat es nicht geschafft. Das einzige Bundesliga-Duell im DFB-Pokal am Dienstagabend entschied der VfB Stuttgart mit 2:0 (1:0) für sich. Vor lediglich 19.025 Zuschauern in der AOL-Arena - weniger Besucher waren zu einem Pflichtspiel noch nie ins neue HSV-Stadion gekommen - hatte der ehemalige Hamburger Jochen Seitz (41.) Stuttgart in Führung gebracht. Der Rumäne Ioan Viorel Ganea erhöhte in der 58. Spielminute nach einem Zuspiel von VfB-Spielmacher Krassimir Balakow auf 2:0 für das Team des früheren HSV-Trainers Felix Magath.
"Die Mannschaft hat sich viel vorgenommen, und wir haben auch gut angefangen. Wir haben einige Chancen gehabt, die wir leider nicht genutzt haben", erklärte HSV-Trainer Kurt Jara, der als Nachfolger des entlassenen Frank Pagelsdorf noch nicht viel bewegen konnte und mit seiner neuen Mannschaft gegen den Abstieg kämpft: "Nach dem 0:1 durch einen abgefälschten Schuss war dann das Selbstvertrauen total weg. Das hatte mit Fußball dann nicht mehr viel zu tun."
Ex-Hamburger Magath war zufrieden
"Das war ein verdienter Erfolg für meine Mannschaft", freute sich hingegen Magath über den Erfolg an alter Wirkungsstätte: "Wir haben mitbekommen, dass es beim HSV in der Bundesliga nicht rund läuft, und deshalb haben wir unsere Chancen gesucht. Ich bin sehr zufrieden. Es war läuferisch und kämpferisch eine gute Leistung."
Erfreulich für den HSV war einzig und allein das Comeback von Ex-Nationalspieler René Schneider. Der ehemalige Dortmunder und Rostocker Profi hatte zuletzt am 11. August 2000 beim Duell seiner Ex-Klubs im Westfalenstadion von Beginn an gespielt, ehe er wegen einer Knieverletzung zum Zuschauen gezwungen war.
Beim HSV hatte der 28-Jährige seit Saisonbeginn zunächst als Rekonvaleszent mittrainiert und dann einen Vertrag bis Saisonende erhalten. Schneider war für den verletzten HSV-Kapitän Nico-Jan Hoogma in die Mannschaft gekommen.
Hamburger SV - VfB Stuttgart 0:2 (0:1)
0:1 Seitz (41.)
0:2 Ganea (58.)
Hamburg: Pieckenhagen - Hertzsch (55. Barbarez), Ujfalusi,
Schneider - Benyamin, Töfting, Albertz, Hollerbach - Präger,
Meijer, Ketelaer (60. Bester)
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Marques, Wenzel - Soldo,
Meißner, Carnell, Hleb (47. Tiffert) - Balakow - Ganea (63.
Dundee), Seitz
Schiedsrichter: Albrecht (Kaufbeuren)
Zuschauer: 19.025
Gelbe Karten: Hertzsch, Meijer, Hollerbach, Benyamin / -