Im USA-Exil: Daum will alles aufklären - DER SPIEGEL
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Im USA-Exil Daum will alles aufklären

Bei einem Treffen mit einem "Bild"-Reporter in den USA hält der entlassene Leverkusener Trainer Christoph Daum daran fest, unschuldig zu sein und keine Drogen konsumiert zu haben.
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Orlando/Hamburg - In einem persönlichen Gespräch mit einem "Bild"-Reporter kündigte der in Florida abgetauchte Daum an, sich erst gegenüber der Öffentlichkeit zu äußern, wenn seine Anwälte alles zusammen hätten: "Dann werden wir auch zu der unrichtigen Haar-Analyse Stellung beziehen."

Daum, der den Journalisten in einem Büro im Großraum Orlando getroffen hat, äußerte sich auch zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Bayer Leverkusen. "Ich hoffe, die Freundschaft bleibt aufrechterhalten", sagte er über sein Verhältnis zu Bayer-Manager Reiner Calmund, den er zuvor über seine Anwälte heftig kritisiert hatte. "Ich habe das eine oder andere Zugeständnis erwartet. Doch mit etwas mehr Abstand zu den Dingen habe ich ein wenig mehr Verständnis", sprach Daum auch über die Umstände seiner Entlassung. Zu seinem mutmaßlichen Drogenkonsum wollte Daum, der sich in Florida angeblich einer weiteren Haar-Analyse unterzogen hat, keine Stellung beziehen. "Zu so einem Mist sage ich gar nichts."

Unterdessen berichtet die "Süddeutsche Zeitung", dass bei den Ermittlungen gegen einen Ring mutmaßlicher Drogenhändler, mit denen Daum in Kontakt gestanden haben soll, auch ein so genannter V-Mann, ein Verbindungsmann der Polizei, zum Einsatz kam. Die seit dem 17. Oktober gegen Daum ermittelnde Staatsanwaltschaft in Koblenz wollte dazu keine konkreten Angaben machen. Immerhin wurde bekannt, dass die Fahnder Bernd R. verhörten, der einen Bekannten von Daum mit Kokain beliefert haben soll. Angeblich habe R. auch versucht, Daum zu erpressen.

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